Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Äri

Äri n. ist ein schwierig zu deutendes HL, das vermutlich zu verschiedenen Lemmata zu stellen ist. Lebend belegt ist es in Gloggeäri (FLNK, Münster); ein historischer Beleg von 1721 hat das Gloggner Ehrrÿ ‘das Ährenfeld des Glöckners’. Das HL ist zu schwdt. Ächer ‘Ähre’ (ID. 1, 69) zu stellen, wobei auch das HL ERI (ID. 1, 405) in Frage kommt. Heute befinden sich dort keine Äcker; eine Pflügung ist im Goms eher unwahrscheinlich; darum bleibt die Deutung unsicher.

Wohl anders zu beurteilen ist das 1578 in Termen belegte an der Eer, das als Wiese (PETIA PRATI) bezeichnet wird. Feminines Eer ist nur als Êr ‘Ehre’ und wdt. als Eer ‘Ehre’ (ID. 1, 389 f.; GRICHTING 1998, 63)) belegt; was das im Kontext bedeutet, ist unklar.

Auch t Eerunpolle ‘die runden Hügel mit Erlengebüsch (unsicher)’ (Niedergesteln; FLNK Eerupolle) und das dazu gehörende t Eerunpolluschipfe ‘der überhängende Fels bei den runden Hügeln mit Erlengebüsch (unsicher)’ (Niedergesteln) sind mögliche Deutungen. Eeru(n) lässt sich hier zu Erle ‘Erlen’ (ID. 1, 451) stellen, doch ist die Form Eeru- sonst nicht belegt; laut Karte (MAP.GEO.ADMIN. CH mit Zoom) ist diese Deutung aber möglich.

VSNB, Bd. 1, Sp. 127

Vorkommen

äri

eer

eerun