Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

Datenbank (Webversion)
Hauptlemma

Biwak

Biwak ist ein aus der Bergsteigersprache stammendes Wort (zu frz. bivouac, urspr. hdt. Bei-Wache), siehe nhd. Biwak n. ‘(behelfsmässiges) Nachtlager im Freien (von Truppen, Bergsteigern)’ (KLUGE / SEEBOLD 252011, 127). Kommt als Grundwort nur in alpinen Namen vor, häufig im Kontext des SAC (Schweizerischer Alpenclub).

Belegt sind: Arben Biwak SAC ‘die Biwakhütte des SAC oberhalb des Arben-Gletschers’ (LT, Zermatt), Fusshornbiwak ‘die Biwakhütte unterhalb der Fusshörner’ (LT Naters, FLNK Füesshorubiwak), Laggiinbiwak ‘die Biwakhütte oberhalb des Laggintales’ (Simplon, LT Laggin Biwak SAC), Lonza Biwouack ‘die (2001 durch Lawine zerstörte) Biwakhütte am Fuss des Zmuttgrates, wohl durch Firma Lonza gestiftet’ (Zermatt), Mittelaletschbiwak ‘die Biwak-Hütte des SAC oberhalb des Mittelaletschgletschers’ (Betten, LT und FLNK), Biwak de Zen ‘die Biwakhütte unterhalb der Senggchuppa (auch Fletschornbiwak genannt), benannt nach dem Alpinisten Piero de Zen’ (Simplon), Biwak Schalijoch SAC ‘die Biwakhütte des SAC auf dem Schalijoch unterhalb des Weisshorn’ (Randa, LT, SK und FLNK) und Stockhornbiwak SAC ‘die Biwakhütte des SAC unterhalb des Stockhorns (Gemeinde Baltschieder)’ (LT Baltschieder, FLNK Stockhorubiwak).

VSNB, Bd. 1, Sp. 228

Vorkommen