Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bruel

Bruel ist nur in Mund 1542 belegt und zwar als in der Bruͤlmatten ‘in der nassen Wiese’ und im gleichen Jahr als die Ender Bruelmatta ‘die jenseitige nasse Wiese’ und die Hinder Bruelmatta ‘die hintere nasse Wiese’. FLNK führt Brumatta an, das zwar ähnlich lautet, aber zum HL BRUNNU zu stellen ist. Eigentlich müsste das HL BRUEL im Wdt. mit Entrundung Briel heissen; es ist zu schwdt. Brüel m., n. ‘meist in der Niederung, an einem Bach oder Fluss gelegenes, wasserreiches Wiesengelände, vorwiegend in der Nähe der Dörfer’, ahd. broil, bruil, mhd. brüel m. ‘wasserreiche, buschige Wiese, Aue, Rasenplatz’ (ID. 5, 594 ff.) zu stellen. GRICHTING (1998, 42) kennt Briel, Briäl ‘Wassermenge (grosse, in Wasserleitung)’. Die Übersetzung “nasse Wiese” nimmt diese Deutungen für die Namen in Birgisch auf.

VSNB, Bd. 1, Sp. 291

Vorkommen