Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Bock

Bock bezieht sich meistens auf männliche Tiere bei Ziegen und Schafen (dem Schmalvieh), aber auch bei Gemsen und Hirschen; manchmal sind generell solche Tiere gemeint. Es ist zu schwdt. Bock, Bogg m., Pl. Böck, Dim. Böckli, wdt. Bokk m. ‘Ziegenbock allgem.; Männchen anderer Tiere’, ‘Wiese, die keinen Ertrag liefert’, ahd boch, mhd. boc (ID. 4, 1122 ff.; GRICHTING 1998, 40) zu stellen. Im Einzelfall kann jeweils nicht genau entschieden werden, welche Tiere gemeint sind; bei Angaben der Gwp. wird auf diese abgestellt. Bock kommt nur als Bestimmungswort in Zusammensetzungen vor, nicht als Grundwort. Unklar ist der Beleg Bockibode (Oberwald), der sich auch auf Bochte beziehen kann, hier aber zu Bocki ‘kleiner Bock’ gestellt wird.

Als eines der wenigen Possessivkomposita (Typ: Rotkehlchen) erweist sich der Bockbaard ‘der Bockbart (Pflanzenname (?): Grosser Geissbart (ARUNCUS SILVESTER))’ (Visp) (LAUBER / WAGNER / GYGAX 52014, 1178 haben TRAGOPOGON PRATENSIS und TRAGOPON DUBIUS als Bocksbart). Der Flurname bezeichnet eine Flur, auf der diese Pflanze wächst; heute befindet sich dort ein Güterterminal der SBB.

VSNB, Bd. 1, Sp. 249

Vorkommen

bock

bocki