Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Alawäschi

Alawäschi n. ‘in der schlechten kleinen Wiese (unsicher)’ ist nur einmal belegt als ts Alawäschi (Eggerberg). Die Betonung liegt auf der dritten Silbe. Beim Grundstück handelt es sich heute um ein bebuschtes Gebiet mit Graswuchs in den nördlichen Felshängen des Rottentals. Die historischen Belege haben: 1717 jm Malo Weschÿ, 1859 Allaweschi und Alleweschÿ. URNB (1, 61) deutet den ersten Bestandteil von Alafund als ‘bei der’ und das Grundwort als romanisches fontem ‘Quelle’, ev. auch fundum ‘Grund, Boden’. In Eggerberg ist eine romanische Bildung dieses Typs kaum zu erwarten, auch wenn der älteste Beleg im ersten Teil malo ‘schlecht’ einführt (FEW 6, 1, 123 s. v. malus ‘schlecht’; ID. 4, 166 kennt mehrere Wörter mit anlautendem mal-, aber ohne direkten Bezug). BOSSARD / CHAVAN (2006, 36) nennen den Flurnamen Malavaux, dessen Grundwort vaux ‘Tal’ aber rein lautlich nicht direkt zu Wäschi führen kann. Als Wort mit neutralem Genus ist Wäschi ein Diminutiv, laut GRICHTING (1998, 237) zu Wase ‘Rasenstück’ zu stellen, was durch ID. (16, 1777 s. v. Wasen) mit Diminutiv Wäši für Ausserberg und Lötschen bestätigt wird. Die Deutung von 1717 wäre dann am ehesten wie folgt zu geben: ‘in der schlechten kleinen Wiese’.

VSNB, Bd. 1, Sp. 84

Vorkommen

alawäschi