Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Escher (FaN)

Escher (FaN) ist in den sicheren Fällen als Genitiv Singular Eschersch oder als Plural Escherro vertreten: ts Eschersch Balma ‘das Gut der Familie Escher bei einem überhängenden Felsen’ (Zwischbergen; LT und FLNK Escherschbalma), auch belegt bei JORDAN (2006, 356) als Eschärsch Balma, weiter der Eschersch Bodo ‘der Boden der Familie Escher’ (Zeneggen; FLNK und LT Eschers Bode). Eine lateinische Form sub horto ist mit dem dt. Escherro ‘unter dem Garten der Familie Escher’ (Baltschieder) vertreten. des Escherbirchwaldes ‘der Wald der Familie Escher im Bereich Birch (Birkengehölz)’ (1896, Münster; Genitiv konstruktionsbedingt) vertritt einen endungslosen Genitiv. der Eschibubel ‘der Hügel der Familie Escher’ (Eggerberg) und Eschistafol ‘der Stafel der Familie Escher’ (FLNK, Törbel) vertreten wohl auch den FaN Escher, nicht einfach das Gehölz mit Eschen. Auch Eschigenmatten ‘die Wiese der Familie Escher’ (1651, Eggerberg) vertritt den FaN mit einem früheren Genitiv Plural; die /-IG/-Ableitung vertritt ein Kollektiv. Der FaN Escher, zum Esch, Fraxinodo, de Fraxino ist gut belegt (AWWB 89).

VSNB, Bd. 2, Sp. 87

Vorkommen

escher

escherro

eschersch

eschi (Escher)

eschigen