Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Beiu

Beiu m., auch Beie m. und Peiu m., ist belegt in der Beie (Zermatt), der Peiu (Saas-Almagell), ine Beiu (Glis) und der Beiugrad ‘Grat oberhalb der Beiu (Plural) beim Fülhorn’ (Glis). ZINSLI (1984, 558) hält Beje als ‘begraster Hang’, ‘steile Weide, wo meist nur noch Schafe grasen’ für südwestwalserisches Eigengut. Die Oberwalliser Belege hält er für noch zu erklären. Er verweist jedoch generell auf den Eintrag zu Beien (ID. 4, 898 f.) ‘kleine Lichtöffnung in Holzwänden, Mauern’, das jedoch meist feminin ist, und Beijo m. ‘Diele, Dachraum über dem Stall einer Alphütte’. Die aufgeführten Flurnamen finden sich alle auf einer Höhe von über 2400 m, dürften also am ehesten als ‘steile Weide für Schafe’ gedeutet werden. Die Deutung von ZINSLI für die südwestwalserischen Belege gilt darum wohl auch für die Oberwalliser Belege (ganz abgesehen davon, dass Saas-Almagell und Zermatt enge Beziehungen zu den südlichen Walsern hatten).

VSNB, Bd. 1, Sp. 181

Vorkommen

beie

beiu

peiu