Hauptlemma
Chriida
Chriida ‘Kreide’ ist zu schwdt. Chrīden, Chriden, wdt. Chriida, Chriidä (Goms), Chriidu f. wie nhd. ‘Kreide’, in FlN entweder kreidenartiger Grund oder mit Bezug auf die weisse Farbe (ID. 3, 787; URNB 1, 876; GRICHTING 1998. 53) zu stellen. Das Lemma kommt nur als Bestimmungswort oder mit Ableitung vor. Als Bestimmungswort ist es mit den Grundwörtern Bärg, Flüe, Hubil, Matta, Tünnel und Wäg verbunden. Die Belege aus Glis (Chriiduflüo, Chriidumatta, Chriiduwäg und wohl auch das historische Chriidutschuggo) bilden ein Namennest. Die zwei Belege Chriiderna ‘Ort, wo es Kreide hat’ (Visperterminen) sind Ableitungen auf /-ERNA/ als kollektive Stellenbezeichnungen.
VSNB, Bd. 1, Sp. 367
Vorkommen
chridu
- Chriduhubil Unterems
chriid
- Chriidpärg Turtmann
chriidu
- Chriiduflüe Salgesch
- Chriidutschuggo Glis
- Chriidutünnel Termen
- Chriiduwäg Glis
kriiderna
kriidu
- Kriiduflüo Glis
- Kriidumatta Glis
krit
- Kritflüe Eggilti Mörel