Büüch
Büüch ist zu schwdt. būchen, wdt. büüche, büüchä (Goms), buichun (Lötschtal), büüchu ‘waschen, d. h. Wäsche (auch frisch gesponnenes Garn) in heisser Aschenlauge einweichen, als Vorbereitung des eigentlichen Waschens; Hauswäsche halten’, mhd. būchen, schwdt. Būch II n., im Wallis auch f. ‘das Waschen in Lauge, Wäsche’ (ID. 4, 976 f.; GRICHTING 1998, 45) bzw. schwd. Buchhūs n. ‘Waschhaus, teils als selbständiges Gebäude, teils als Waschküche, bes. im Hinterhause’ (ID. 2, 1719) zu stellen. Das Lemma erscheint nur als Bestimmungswort. Belegt ist es einerseits in Hohtenn als zum Büüchhüs ‘zum Waschhaus’ und anderseits in Brigerbad als Büüchhüsbina ‘der Pflanzplatz beim Waschhaus’ und der Büüchhüsgrund ‘der Teil des Talgrundes, wo das Waschhaus stand’. Die Lötschentaler Form Buich ist belegt als tsem Buichärhuis ‘zum Waschhaus’ (Kippel, Wiler). Die Ableitung auf /-ER/ ist nur im Lötschtal belegt (vgl. SONDEREGGER 1958, 531 ff.).
VSNB, Bd. 1, Sp. 310
Vorkommen
buichär
- Buichärhuis Wiler
- Buichärhuis Kippel
büüch
- Büüchhüsbiina Brigerbad
- Büüchhüsgrund Brigerbad
- Büüchhüüs Hohtenn