Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Äger (FaN)

Äger ist wohl zum FaN In Ager, In-Ager, Nager zu stellen (AWWB 180) (cf. HL NAGER). Belege vom Typ Ager sind ebenfalls erfasst. Die neun Belege enthalten zwei Simplizia: jn Egren ‘im Gebiet der Familie Äger’ (1791, Ernen) und den Diminutiv im Egeri ‘im kleinen Gebiet der Familie Äger’ (1815, Guttet). Unklar ist in alpe Agerun ‘in der Alpe der Familie Äger’ (1548 u. später, 1856 von der Gären, Oberwald), wozu es frühe historische Belege vom Typ de Agoͤrn (1397 u. später, Oberwald) gibt, die zum heutigen Geeretal gehören. Die übrigen Belege enthalten Äger als Bestimmungswort oder im Genitiv als Ägersch: der Agerbiel ‘der Hügel der Familie Ager’ (Bitsch), Eger Spitz ‘der spitze (Acker) der Familie Äger’ (1821, Selkingen), der Ägerbiel ‘der Hügel der Familie Äger’ (Simplon), im Egersteg ‘im Gebiete des Steges der Familie Äger’ (1857, Simplon), t Ägerblatte ‘die Felsplatten der Familie Äger’ (Naters) und ts Ägersch Gade ‘der Gaden der Familie Äger’ (Ritzingen). Alternativ liesse sich Eger ‘Berggelb’ (ID. 1, 143) heranziehen, doch ist das Wort nur für das St. Galler Stiftsarchiv belegt.

VSNB, Bd. 1, Sp. 78

Vorkommen

äger

ager

äger

ageren

ägersch

eger

egeri

egren