Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Chaarle

Chaarle lässt sich keinem belegten Wort zuweisen. STEBLER (1928, 80) kennt in Törbel Garle für die Mehlbeere (ARCTOSTAPHYLOS UVA-URSI; LAUBER / WAGNER / GYGAX 52014, 784, dt. als ‘Alpen-Bärentraube’; der ‘Mehlbeerbaum’ (LAUBER / WAGNER / GYGAX 52014, 280) ist als SORBUS mit mehreren möglichen Unterarten bekannt); anlautendes /g-/ könnte für eine romanische Form stehen. Chaarle kommt einmal in Chaarleschleif (Reckingen) vor. Die Gwp. nennt als Motivation, dass es dort viele Chaarleberr habe; ebenfalls sonst nicht belegt. Vgl. aber Galopsstūden, auch Garlobs- ‘Bärentraube’ (ID. 10. 1353) mit unsicherer Herleitung aus GALEOPSIS.

VSNB, Bd. 1, Sp. 318

Vorkommen

chaarle