Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Aaber

Aaber ‘aper, schneefrei’ ist zu schwdt. āber ‘schneefreie Stelle, wo der nackte Erdboden zum Vorschein kommt’, ahd. āpar, mhd. āber ‘trocken, sonnig, warm’ zu stellen. Schwdt. Aberi, Äberi, Äbri, Ēberi, Ēbri f. bezeichnet einen ‘von Schnee befreiten Erdboden, aber auch den unter noch bleibender Schneedecke erreichbaren Boden’ (ID. 1, 39 f.; GRWB 1, 31, 72; GRICHTING 1998, 15). Das Lexem kommt zweimal vor, in t Abrahalta ‘die apere, schneefreie Halde’ (Ferden) und in t Eeberi Schnittu ‘der apere, schneefreie Streifen Landes’ (Gampel). Der kurze Stammvokal in Abrahalta ist wohl auf die Kürzung nach dem sog. Brandstetterschen Gesetz zurückzuführen. Gemeint sind in beiden Fällen Fluren, die früh schneefrei sind. Nicht zu diesem Lexem gehört der FaN ABER in Melchers Abers Claus (Leuk) (cf. HL ARBER (FAN)).

VSNB, Bd. 1, Sp. 55

Vorkommen

abra

eeberi