Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Ball

Ball ist zu schwdt. Ballen f., wdt. Balla, Ballä (Goms), Ballu m. ‘Spielball; nach Form und Grösse einem Spielball ähnlicher Klumpen (Erde, Lehm); Fruchtknolle; geballte Faust’, ‘Butterballen’, ‘Warenballen, Gebinde’ (ID. 4, 1148 f.; ID. 4, 1149 f.; GRICHTING 1998, 32) zu stellen. Belegt ist als Simplex nur Ball (LT, Niedergesteln), das aber auf LT als Bäll erscheint (cf. HL BÄLL) und vermutlich nicht hierher gehört.

Es bleiben zwei sehr unterschiedliche Belege. Der erste gehört zum Typ Aichballe ‘Butterballen’ und ist als auf die Aichbale (1875, Saas-Almagell), t Aichballa (Naters), die Anckballa (1542, Glis), t Äichbalu (Saas-Grund) und t Äichballurufina (Ried-Brig) belegt. In allen Fällen ist eine Felsformation gemeint, die einem Butterballen gleicht. Der zweite Typ entspricht dem Fussballplatz: der Füessballplatz (Oberwald, Varen). Dieser zweite Typ hat das Spiel mit dem Fussball zum Gegenstand, während der erste das Aufbewahren der Butter in einer Ballenform meint. Beide verbindet eigentlich nur die runde Form.

VSNB, Bd. 1, Sp. 150

Vorkommen

bale (Ball)

ball

balla

ballu

balu (Ball)