Hauptlemma
Dräck
Dräck m. ist zu schwdt. Drëck m., mhd. drëck, wdt. Dräkk zu stellen. Es benennt in FlN schlammigen, sumpfigen Erdboden, Lehm, aber auch minderwertiges Land oder einen schmutzigen Ort (ID. 14, 724 ff.; GRICHTING 1998, 60). Das Simplex allein kommt nicht vor; mit einem attributiven Adjektiv ist es in der Gälw Dräck ‘der fahlgelbe Dreck (vom Illwasser herausgespülte Lehmerde)’ (Leuk) belegt. Die meisten Belegen enthalten Dräck als Bestimmungswort zu Fäld, Schleif, Sita und Wald, gemeint ist jeweils der schlammige, feuchte Boden.
Eine Adjektivableitung auf /-IG/ ist belegt in di Dräckig Wirtschaft ‘die schlammige Unordung’ (Blatten).
VSNB, Bd. 2, Sp. 30
Vorkommen
dräck
- Dräckfäld Mund
- Dräcksita Ried-Brig
- Dräckwald St. Niklaus
- Gälw Dräck Leuk
dräckig
- Dräckig Wirtschaft Blatten
dreck
- Dreckschleif Niederwald