Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Berbel

Berbel m. ist lebend nur in Münster als Berbel (FLNK, LT) oder Auf dem Bärbel (SK) belegt; gemeint ist eine Rodung in einer Hanglage. Dazu gesellen sich der Ober und der Unner Berbel, sowie 1560 die Berbieleggen und 1766 Berbel=Weg. Die historischen Belege für das Simplex sind Berbůl (1300–1330), Boͤrbuͤl (1531), der Berbuͤl (1573), vff dem Berbell (1605) usw. Es handelt sich um eine Zusammensetzung zum Grundwort Büel, später Biel ‘Hügel’ und einem Bestimmungswort Ber ‘die Beere’ (siehe unten) oder schwdt. Bär ‘der Bär’ und wdt. Bär ‘Bär’ (ID. 4, 1447 ff.; GRICHTING 1998, 32) . Das geschlossene /e/ deutet eher auf schwdt. Ber (II) ‘die Beere’ und wdt. Berr, Bärr ‘Beere’ (ID. 4, 1461 f.; GRICHTING 1998, 35; GRICHTING 1998, 32 kennt noch einmal Bär und weist auf Varianten als ‘Beere’) hin: ‘der Hügel mit Beeren’ ist wahrscheinlich gemeint.

VSNB, Bd. 1, Sp. 188

Vorkommen

berbel