Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Epfel

Epfel m. ‘Apfel’ ist zu schwdt. Epfel, Epfil, Öpfel, Öpfil m. wie nhd. ‘Apfel’, ahd. aphul, apfil, Pl. epfil, mhd. apfel, später epfel und wdt. Epfl, Epfäl (Goms), Epful (Mattertal), Epfel (Saastal), Äpfil (Leuker Berge), Epfil ‘Apfel’ (ID. 1, 366 f.; GRICHTING 1998, 68) zu stellen.

Das Simplex ist in Orts- und Flurnamen nicht belegt. Hingegen erscheint mehrfach das Kompositum Epfelbaum wie nhd. ‘Apfelbaum’ (ID. 4, 1235). Lebend sind belegt zem Epfelboim ‘beim Apfelbaum’ (Kippel) und t Epfilböümjini ‘die kleinen Apfelbäume’ (Gampel). Die übrigen sechs Belege sind historisch. Komplexer ist der Acher únder dem Apfel Baúm ‘der Acker unter dem Apfelbaum’ (1796, Ried-Brig). Vgl. auch HL AFFOLTER ‘Apfelbaum’.

Nur einmal belegt ist dr Haarzepfltschuggen ‘der Fels mit den Früchten der Arve’ (Blatten), wo sich das Bestimmungskompositum als Harz-epfeli (ID. 1, 382) findet; gemeint ist die Frucht der Arve (PINUS CEMBRA).

VSNB, Bd. 2, Sp. 72

Vorkommen

apfel

epfel

epffel

epffil

epfil