Chropf
Chropf ist zu schwdt., wdt. Chropf, Pl. mit Umlaut, Dim. Chropfji, Chröpfli m. ‘Kropf, kropfartiger Auswuchs am Halse von Menschen und Vögeln, an Bäumen; kropfartiges Ding überhaupt’, mhd. kropf (ID. 3, 847 f.; GRICHTING 1998, 54) zu stellen. Zur Verwendung in Flurnamen s. BENB (1, 2, 514) „übertragen auf rundliche Geländeerhebungen“. Das Lemma kommt nur rund zehn Mal vor. Als Simplex Chropf (Ausserberg) und zweimal Chropfji ‘kleiner Kropf’ (Glis, Visp). Bei den andern Belegen ist das Lemma Chropf Bestimmungswort. Dabei ist Chropfgassa (Lax, Münster) nicht klar (Gasse bei einem kleinen Hügel, Form der Gasse). GRWB 11, 2400 s. v. kröpfen kennt auch die Bedeutung ‘krumm biegen’, daher ev. das Gleiche wie Krummgasse). Beim Chropfjischleif geht es um einen Schleif beim Chropfji (Visp), bei der Chropftanne (Lax) um eine Tanne mit kropfartigen Auswüchsen, ähnlich wohl beim Chropfwald (Staldenried). Vermutlich die Nähe zu einem kropfartigen Gelände ist bei Kropfmooss und Kropfmatte (beide Saas-Fee) gemeint.
VSNB, Bd. 1, Sp. 372
Vorkommen
chropf
- Chropf Ausserberg
- Chropfgassa Lax
- Chropftanne Lax
- Chropfwald Staldenried
chropfji
- Chropfji Glis
- Chropfji Visp
- Chropfjischleif Visp
kropf
- Kropfgassen Münster
- Kropfmatte Saas-Fee
- Kropfmooss Saas-Fee