Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Fäändli

Fäändli ist belegt in t Fäändlimatte ‘die Wiese mit der kleinen Fahne (unklar, ob Pflanzenname)’ (Geschinen, auch FLNK), t Fendlingruäba ‘die Grube , wo die kleinen Fahnen versteckt wurden’ (Ferden) und dr Fendlischleif ‘der Schleif mit dem Fendli (Fähnlein’ (Blatten). Zu allen drei Belegen gibt es Deutungen der Gwpp. In Geschinen vermutet die Gwp. einen Pflanzennamen, was zu ID. (1, 828 f., s. v. Fanen) passt, wo unter 6. von einem Pflanzennamen die Rede ist; allerdings bleibt die Pflanze unbenannt. In Ferden ist die Rede davon, dass die Fähnlein während der Franzosenzeit in einer Grube auf dem Weg zur Faldumalp versteckt wurden. In Blatten geht es darum, dass im Schleif eine alte Lärche ein Fähnchen enthielt.

Das HL ist in ID. (1, 828 f.) und wdt. Faane (w), Faanä (Goms), Faana (w., Mattertal), Faan (m., Lötschtal), Faanu ‘Fahne’ (GRICHTING 1998, 75) belegt; der Diminutiv erscheint dort als Fendli oder Fännli.

VSNB, Bd. 2, Sp. 95

Vorkommen

fäändli

fendli

fendlin