Chloschter
Chloschter ist zu schwdt., wdt. Chlōster n. ‘Kloster’ (ID. 3, 700; GRICHTING 1998, 50) zu stellen. Das Simplex ist in Fiesch und Brig belegt; in beiden Fällen geht es dabei um ein Frauenkloster. Das Diminutiv Chloschterli ist sieben Mal belegt; allerdings bezeichnen die Belege aus Gampel und Steg den gleichen Ort (INDERMITTE 1980, 95, der den Flurnamen auf Klus zurückführt). Nur einmal gibt es einen Zusammenhang mit der Kirche des Ortes (Saas-Grund), sonst scheint es sich um eine metaphorische Bezeichnung zu handeln, die wohl ein Merkmal eines kleinen Klosters (Abgeschiedenheit, Eingegrenztheit?) herausgreift; in keinem Fall dieses Diminutivs ist ein direkter Zusammenhang mit einem Kloster belegt. Besitztum der beiden genannten Klöster liegt in Chloschtermatte ‘Wiesen des Klosters’ (Fiesch, Brig) vor, ebenfalls in Klosterschür ‘Scheuer des Klosters’ (Fiesch).
VSNB, Bd. 1, Sp. 355
Vorkommen
chloschter
- Chloschter Brig
chloschterli
- Chloschterli Steg
- Chloschterli Gampel
- Chloschterli Eischoll
- Chloschterli Saas-Almagell
- Chloschterli Salgesch
- Chloschterli Zwischbergen
kloschter
- Kloschter Fiesch
- Kloschtermatte Brig
- Kloschtermatte Fiesch
- Kloschterschür Fiesch
klosterli
- Klosterli Saas Grund