Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Tschugge

Tschugget ist nur 1843 für Varen belegt, wo pratum de Tschugget und kurz darauf in der gleichen Urkunde Tschugget vorkommen. Es handelt sich um den untersten Teil der Varneralp. In Salgesch ist der Name Tschuggilrosch, in Varen Tschuggilroscht belegt, beide nach FLNK. Von der Lage her kann es sich um den gleichen Namen handeln. Rosch / Roscht ist vermutlich zum rom. roche ‘Felsen’ zu stellen (cf. HL ROSCH). Bei Tschugget und Tschuggil liegt eine Ableitung zu schwdt. Tschuggen m. ‘Stein, Felsblock, Felskopf’, nahe. Vorrom. Etymon, laut Hubschmied gall. *tsukko ‘Stock eines abgehauenen Baumes’ (ID. 14, 1718 f.; HUBSCHMIED 1933, 50, 258 f.; ZINSLI 1984, 588). Das Ableitungssuffix -et in Tschugget könnte einem rom. -ITTA mit diminutiver Bedeutung entsprechen, also ‘der kleine Fels’. Die Endung in Tschuggil entspricht der Verteilung von -IL/-OL nach RÜBEL (1950, 8), der im Bezirk Leuk nur -IL hat (cf. HL TSCHUGGUL). Das Problem dieser Deutung: soweit bekannt, kennen die patois Tschuggen nicht; es würde sich um eine seltene hybride Bildung handeln.

VSNB, Bd. 4, Sp. 424

Vorkommen

czungun

schucke

schucken (Tschuggen)

schuckon

schugen (Tschuggen)

schuggen

tschiggiltini

tschiggji

tschuckiltin

tschug

tschugen

tschugg

tschugga

tschuggä

tschugga

tschugge

tschuggen

tschugger

tschugget

tschuggi

tschuggil

tschuggiltine

tschuggini

tschuggino

tschugginu

tschuggji

tschuggjini

tschugglätjini

tschuggn

tschuggnu

tschuggo

tschuggu

tschuggun

tschugjini

zuckyn

zugen (Tschuggen)

zuggen (Tschuggen)

zugleten