Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Atti

Atti erscheint in vier Fällen: an des Atten Felt (1528, Ernen), der Attibärg (Münster, auch FLNK), der Attibode (Geschinen; SK Agtenboden) und ts Attital (Feschel). Alle vier können einerseits zum schwdt. Att, Atta, Atto, Atter, Ätti m., Pl. Ättenen von Ättin, mhd. atte, ahd. atto, auf dem Lande und auch hier abnehmende Bezeichnung für Vater, an vielen Orten nur Kindersprache (ID. 1, 583 ff.) gestellt werden. SDS (4, 117 ff.) kennt den Typ Att und seine Formen zwar für die Walser, nicht aber für das Oberwallis, wo der ältere Typ Vater ist. C. SCHMID (1969, 113) erwähnt Äti als kindersprachlichen Ausdruck für den Vater, hat aber keine unumgelautete Form Atti. Anderseits können sich in den drei Gommer Formen auch assimilierte Formen des FaN Agten (cf. HL AGTEN (FAN)) finden, die SK für Geschinen explizit aufführt. In Feschel ist historisch seit 1701 Attenthal belegt; die Flur befindet sich am Hang des Fescheltals. Der FaN Agten ist im Bezirk Leuk nicht belegt, sodass wohl nur eine Form von Att in Frage kommt. Vermutlich gehört auch Matethal (1843, Feschel) hieher; es zeigt eine falsche Abtrennung von im Attital und ist nicht zum HL MATTA ‘Wiese’ zu stellen.

VSNB, Bd. 1, Sp. 137

Vorkommen

atten

atti