Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Verweise für Hauptlemma

Bucki

Die beiden Belege für Bucki (Blitzingen, Stalden) sind wohl Varianten zu Bicki (cf. HL BICKI) und vermutlich eher zum Lemma mit der Bedeutung ‘Steinpflaster’ (ID. 4, 1221) zu stellen, als zur Bedeutung ‘Bottich’ (ID. 4, 1143 f.).

VSNB, Bd. 1, Sp. 299

Hauptlemma

Bicki

Hier liegen zwei verschiedene Lemmata vor, die sich nicht immer unterscheiden lassen: wdt. Bicki n., f. ‘Steinpflaster’ (Grächen, Visp), ‘mit kleinen, runden Steinen gepflasterte Strasse’ (ID. 4, 1121; GRICHTING 1998, 37) oder schwdt. Bucki, Bücki, wdt. Bicki n. ‘Holzbecken, Bottich’ (ID. 4, 1143 f.; GRICHTING 1998, 37). Laut RÜBEL (1950, 46) ist die Bicki ein Steinpflaster im Viehstall, das er aber S. 12, § 21 zu Bücki stellt und damit eine Entrundung annimmt; es scheint, dass er Bicki und Bücki nicht unterscheidet. Bei Bickitrog (Termen, Bister) liegt ‘Holzbecken, Bottich’ nahe, sonst die Bedeutung ‘Steinpflaster’ oder ‘gepflasterte Strasse’.

Als Grundwort kommt das HL nur im Beleg t Eischtbickin ‘die zum Weiler Eisten führende gepflasterte Strasse’ (Blatten) vor.

Zweigliedrige Komposita mit dem HL als Bestimmungswort liegen weiter vor zu Matta und Wäg.

Einmal belegt ist aúf der Bucki ‘auf dem Steinpflaster’ (1788, Stalden) und in dem Bleiziger Bucki ‘auf dem kleinen Blitzinger Steinpflaster’ (1692, Blitzingen). Letzteres scheint ein Diminutiv zu sein, da das Genus nicht feminin ist. Diese Formen würden RÜBELs implizite Annahme bestätigen, dass bei Bicki eine Entrundung vorliegt. Es kann sich aber auch um hyperkorrekte Formen handeln.

In Bickinärweng ‘in den Wiesenabhängen der Leute in der Bicki’ (Wiler) ist wohl eine Zuordnung zu den Leuten in der Bicki (in Wiler nicht belegt) gemeint.

VSNB, Bd. 1, Sp. 196

Vorkommen

bicki

bickin

bickinär

bickj

bucki