Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Donner

Donner ist als Simplex nur einmal belegt in im Donnern (1859, Betten). Die Bewohner dieses Ortes sind in einem Beleg von 1756 zweimal erwähnt: in Donnero Alpmatten und Donnero Spitz (Betten), vermutlich in beiden Fällen keine FaNN, sondern blosse Herkunftsnamen (TGNB 2, 2, 157 kennt Donner dagegen nur als Besitzername). Ebenfalls in Betten ist Donnerstafel ‘der Stafel der Leute von Donner (?)’ belegt (Gwp. vermutet jedoch eine sonst nicht belegte Herkunft vom Flurnamen Domo (cf. HL DOMO)). Weiter kommen je ein Donnereggi ‘kleine Ecke, bei der es lärmt wie beim Donnern(?)’ in Ausserberg und Hohtenn und ein bloss historisch belegtes Zum Donderstein (1560), resp. Donnerstein (1737), beide Bratsch, vor. Am ehesten ist das Lexem zu schwdt. Donner, Donder, Dun(n)er m., ahd. donar, mhd. doner, toner, donder, dunder, wesentlich wie nhd. ‘Donner’ (ID. 13, 236 ff.; WIPF 1910, 84; GRICHTING 1998, 59) zu stellen, doch ist die Namenmotivation unklar.

VSNB, Bd. 2, Sp. 21

Vorkommen

donnär

donner

donnern

tonner