Bättel
Das HL Bättel , siehe auch die Bemerkungen zu Bätt-, ist zu schwdt. Bëttel, wdt. Bättl, Bättul (Mattertal), Bättl (Lötschtal), Bättil m. ‘das Betteln; elender Zustand; geringe, armselige Sache’ (ID. 4, 1835 f.; GRICHTING 1998, 33) zu stellen. Das HL kommt nur als Bestimmungswort vor. Vor allem in Gewässernamen auch zur Bezeichnung eines wenig Wasser führenden Gewässers. In einigen Fällen wohl auch in Zusammenhang mit Bettler zu stellen, etwa Bättiltrogji (Ergisch). Zu beachten ist, dass der Bättebach (Grengiols) gleichzeitig der Bettmerbach ist, also jener Bach, der vom Bettmersee auf der Bettmeralp herkommt, im Unterschied zum Bättligrabe, nach dem das Bättlihore und die Bättlichumma benannt sind (alle Grengiols); der Weilernamen ts Bädel (Grengiols) gehört hier aber wohl nicht dazu. Die Bättelmatte (Ulrichen) befindet sich im walserischen Pomatt in Italien, nach ihr ist das Bättelmatthore benannt. Unklar ist Betwald (Bitsch), das auf den Karten als Bätwald erscheint, lebend aber mit /e/ gesprochen wird.
VSNB, Bd. 1, Sp. 173
Vorkommen
bättel
- Bättelgääschi Randa
- Bättelhirmi Naters
- Bättelmatte Ulrichen
- Bättelmatthore Ulrichen
- Bättelstadel Varen
- Bättelweng Binn
bättil
- Bättilschnittu Albinen
- Bättiltrogji Ergisch
bättli
- Bättlichumma Grengiols
- Bättligrabe Grengiols
- Bättligrabu Bister
- Bättlihore Grengiols
- Bättlihorn Bister
bätul
- Bätuleischtu Ried-Mörel
bettel
- Bettelbach Blitzingen
- Bettelbach Ernen
- Bettelbrunnen Steg
- Bettelbrunno Raron