Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Baschper

Baschper ist mehrfach belegt, aber unklar. Das Simplex kommt als im Baschper (Bellwald) und als Basper (Raron) vor. Dort auch als Paschpereia und Paschpereii. Die FLNK kennt auch die Baschperstrass, die an den vorgenannten Orten vorbeiführt. Baschper ist sonst aus dem Pomat bekannt. ZINSLI (1984, 226 Nr. 583) führt es auf lat. PASCUUM zurück; ähnlich auch Paschger auf lat. PASCUARIUM ‘Weideplatz’ (ZINSLI 1984, 360, Nr. 168). Raron weist 1522 ein pascuar auf (mit allerdings unsicherer Lesung), das sich auf pascuariu (MEYER 1914, 168) zurückführen lässt. Mit einer Assimilation von /kw/ in pascuar zu /p/ in Baschper liesse sich die Entwicklung erklären. Baschper wäre dann ein Weideplatz. Vermutlich ist das ähnlich lautende Besper (cf. HL PESPER) damit verwandt.

VSNB, Bd. 1, Sp. 170

Vorkommen

baschper

basper

paschper

pascuar