Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Boona

Bohnen wurden traditionellerweise auf Äckern angebaut; sie dienten als Tierfutter und ihr Mehl wurde teilweise mit Brotmehl vermischt. Zu stellen ist das HL BOONA zu schwdt. Bōn, Bōnen f., Pl. Bōnen, Dim. Bön(d)li, Böneli, Böndeli, W[allis] auch Bōni ‘Bohne, Sau- oder Ackerbohne Vicia faba, früher allgem. angebaut und tw. als Mastfutter für das Vieh, tw. als nahrhafte Speise für die Menschen verwendet, (…); etwas Wertloses; Erbse, (…)’ (ID. 4, 1310 ff.; GRICHTING 1998, 40). Boona erscheint nur als Bestimmungswort, meist zum Grundwort Acher und dann in der Form Bonacher. Selten sind andere Grundwörter wie Biina, Gaarte, Schluocht und Loch. Komplexere Belege wie der Bonacherstutz ‘die steil ansteigende Stelle oberhalb des Bonacher (Bohnenacker)’ (Obergesteln) und der Unner Bonacher ‘der untere Bohnenacker’ (Ritzingen) sind selten. Einige der unter dem HL BON aufgeführten Belege können hieher gehören. Die früheren Bonacher in Siedlungsnähe sind heute oft überbaut.

VSNB, Bd. 1, Sp. 255

Vorkommen

bon

bonnen

bonu

boon

boone

boonu