Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuch

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Hauptlemma

Beder

Beder ‘Bäder’ ist nur historisch belegt und zwar als Diminutiv im Bedertzi (1669, Zeneggen) ‘im kleinen Bad’ sowie als Bestimmungswort Bederfluo (1674, Brigerbad), pratum Bederflue (1322, Guttet) und Bedermatten (1399, 1639, Betten). In Feschel ist 1836 Peters=Matten belegt, das ev. eine Umdeutung von Beder ist. Die frühesten Belege zeigen schon /e/, es liegt also keine Entrundung aus /ö/ vor. Formal ist Beder ein Plural von Bad (ID. 4, 1011). Das passt zum Beleg Bederfluo ‘die Fluh bei den Bädern’ in Brigerbad. In Betten gibt es einen (unklaren) Flurnamen Bader, zu dem Bedermatten gestellt werden könnte. Die anderen Belege sind unklar und die Deutung ist deswegen unsicher.

VSNB, Bd. 1, Sp. 176

Vorkommen

beder

bedertzi