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Niederschlag => Schnee
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KE ID: 4123
Datum: 1897-01-31
Quellentext:
[WB 6.02.1897; Nr. 6]:
Witterung und Verkehrsstörung. Reichlichen Schneefall hatten wir Anfangs dieser Woche zu Berg und Thal. In den Seitenthälern liess derselbe wegen des selbst bis zu bedeutenden Höhenlagen eintretenden Regens Lawinenschläge befürchten. Von Unglück hat man indeß, Gott sei Dank, bisher nichts vernommen. ... Von andern Störungen wissen wir nur, daß zwischen Fiesch und Oberwald der Verkehr einige Zeit gänzlich unterbrochen war. Ein Gleiches muß auch im Visperthal der Fall gewesen sein, denn in St. Nikolaus lag der Schnee 2,2 Meter tief. Mittwoch Abend endlich zog der Himmel seinen Wolkenschleier wieder ein und lies, durch den Glanz der Sterne die bange Sorge verscheuchen.
Ortsbetreff: Fiesch, Oberwald, St. Niklaus
Sachbetreff: Schneefall
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Niederschlag ⇒ Schnee
Flurnamen (Gemeinde):
Oberwald (Oberwald) Koordinaten: 669659/669659[OuF]
Fiesch (Fiesch) Koordinaten: 653368/653368[OuF]
St. Niklaus (St. Niklaus) Koordinaten: 628032/628032[OuF]
Original (detailiert):id: [8257] Walliser Bote
Datum: 1897-01-31
Quellentext:
[WB 6.02.1897; Nr. 6]:
Witterung und Verkehrsstörung. Reichlichen Schneefall hatten wir Anfangs dieser Woche zu Berg und Thal. In den Seitenthälern liess derselbe wegen des selbst bis zu bedeutenden Höhenlagen eintretenden Regens Lawinenschläge befürchten. Von Unglück hat man indeß, Gott sei Dank, bisher nichts vernommen. ... Von andern Störungen wissen wir nur, daß zwischen Fiesch und Oberwald der Verkehr einige Zeit gänzlich unterbrochen war. Ein Gleiches muß auch im Visperthal der Fall gewesen sein, denn in St. Nikolaus lag der Schnee 2,2 Meter tief. Mittwoch Abend endlich zog der Himmel seinen Wolkenschleier wieder ein und lies, durch den Glanz der Sterne die bange Sorge verscheuchen.
Ortsbetreff: Fiesch, Oberwald, St. Niklaus
Sachbetreff: Schneefall
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Niederschlag ⇒ Schnee
Flurnamen (Gemeinde):
Oberwald (Oberwald) Koordinaten: 669659/669659
Fiesch (Fiesch) Koordinaten: 653368/653368
St. Niklaus (St. Niklaus) Koordinaten: 628032/628032
Original (detailiert):id: [8257] Walliser Bote
KE ID: 4594
Datum: 1918-03-02
Quellentext:
[WB 9.3.1918; Nr. 20]:
"Station Guldersand". (Korresp) Am letzten Samstag blieb der Abendzug der Furkabahn, von einer Lawine überrascht, im Guldersand — 20 Minuten vom Dorfe Grengiols — im Schnee stecken. Ueber die Dächer der Zugwagen raste die Lawine dahin. Der Schnee preßte sich mit solcher Wucht an die Wagentüren, daß die Zugsinsaßen buchstäblich eingekerkert waren.
Auf fortwährendes Signalisieren eilten ein halbes Dutzend Männer von Grengiols zu Hilfe. Nachdem mit viel Müh und Arbeit die Türen geöffnet und die unschuldig zu dieser unliebsamen Gefängnisstrafe Verurteilten sich vom ersten Schrecken erholt hatten, kam zum Schaden auch der Spott. Einer der nagelneuen stämmigen Kontrolleure, in der schwieligen großen Hand die Schaufel, soll mit weichem Zugführersopran in den Wagen gerufen haben: Station Guldersand, alles aussteigen! Es entstiegen dem Zuge samt Zugspersonal gegen 20 Herrschaften. Trotz Abraten von Seiten der Hilfsmänner wollten die Reisenden dennoch in dunkler Nacht und bei einer Schneemasse von 1 M. 70 Höhe auf Schusters Rappen die Reise fortsetzen. Man ging auseinander. Allein schon in einer Viertelstunde hörte man Hilferufe. Es waren die soeben dem Zuge Entstiegenen, denen es zwar nicht am "Mut", wohl aber an Mark in den Knochen fehlte, um sich den Weg zu bahnen. Diesmal waren alle einstimmig willens, sich nach Grengiols zu begeben, wo sie alle am Sonntag morgens um halb 2 Uhr ankamen und den Rest der Nacht verbrachten. Gegen 7 Uhr reisten die Herrschaften wieder ab, wohl um in Brig noch rechtzeitig zum Hochamt zu kommen.
Auf der neuen Station "Guldersand" steht heute, Sonntag, noch leer und verschneit der Zug von Samstag Abend.
[WB 9.3.1918; Nr. 20]:
Oestlich-Raron. (Korr.) Unerwartet schnell ist hier der lang erwartete Schnee, von Samstag Morgen bis Mitternacht, auf die außergewöhnliche Höhe von M. 1 50, sowohl im Tale als im Berge gestiegen. — Wies zu befürchten war, brachte diese furchtbare Menge Neuschnee nebst vielen Verkehrsstörungen auch einen guten Teil Unglück. — Auf der Strecke Grengiols-Nußbaumbrücke blieb der Abendzug Furka Brig nicht nur einfach stecken, sondern buchstäblich unter dem Rutschschnee begraben. Sonntag, gegen 1 Uhr Morgens, konnten die Reisenden und das Zugpersonal befreit werden; um 2 Uhr rückten sie alle zur unbestellten Nachtherberge in Grengiols ein. — [...]
Trotz militärischer Hilfe konnte der Zug in Grengiols nicht frei gemacht werden, der zur Aushilfe gesandte Extrazug konnte nach vielen Stockungen nur Mörel erreichen.
Nun ist's Sonntag abend; die Dunkelheit zieht mit neuen dräuenden Nebelschwaden von Berg zu Tale, einige Meter unter Mörel arbeitet man eifrig um dem Extrazug die Heimreise zu ermöglichen; ...
"Station Guldersand". (Korresp) Am letzten Samstag blieb der Abendzug der Furkabahn, von einer Lawine überrascht, im Guldersand — 20 Minuten vom Dorfe Grengiols — im Schnee stecken. Ueber die Dächer der Zugwagen raste die Lawine dahin. Der Schnee preßte sich mit solcher Wucht an die Wagentüren, daß die Zugsinsaßen buchstäblich eingekerkert waren.
Auf fortwährendes Signalisieren eilten ein halbes Dutzend Männer von Grengiols zu Hilfe. Nachdem mit viel Müh und Arbeit die Türen geöffnet und die unschuldig zu dieser unliebsamen Gefängnisstrafe Verurteilten sich vom ersten Schrecken erholt hatten, kam zum Schaden auch der Spott. Einer der nagelneuen stämmigen Kontrolleure, in der schwieligen großen Hand die Schaufel, soll mit weichem Zugführersopran in den Wagen gerufen haben: Station Guldersand, alles aussteigen! Es entstiegen dem Zuge samt Zugspersonal gegen 20 Herrschaften. Trotz Abraten von Seiten der Hilfsmänner wollten die Reisenden dennoch in dunkler Nacht und bei einer Schneemasse von 1 M. 70 Höhe auf Schusters Rappen
die Reise fortsetzen. Man ging auseinander. Allein schon in einer Viertelstunde hörte man Hilferufe. Es waren die soeben dem Zuge Entstiegenen, denen es zwar nicht am "Mut", wohl aber an Mark in den Knochen fehlte, um sich den Weg zu bahnen. Diesmal waren alle einstimmig willens, sich nach Grengiols zu begeben, wo sie alle am Sonntag morgens um halb 2 Uhr ankamen und den Rest der Nacht verbrachten. Gegen 7 Uhr reisten die Herrschaften wieder ab, wohl um in Brig noch rechtzeitig zum Hochamt zu kommen.
Auf der neuen Station "Guldersand" steht heute, Sonntag, noch leer und verschneit der Zug von Samstag Abend.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Grengiols
Sachbetreff: Schneefall; Lawine?
Jahreszeit: Frühling
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Lawine
Niederschlag ⇒ Schnee
Flurnamen (Gemeinde):
Grengiols (Grengiols) Koordinaten: 650441/650441[OuF]
Guldersand, ts (Grengiols) Koordinaten: 649561/649561[OuF]
Originale (detailiert):id: [8832] Walliser Bote
id: [8830] Walliser Bote
Datum: 1918-03-02
Quellentext:
[WB 9.3.1918; Nr. 20]:
"Station Guldersand". (Korresp) Am letzten Samstag blieb der Abendzug der Furkabahn, von einer Lawine überrascht, im Guldersand — 20 Minuten vom Dorfe Grengiols — im Schnee stecken. Ueber die Dächer der Zugwagen raste die Lawine dahin. Der Schnee preßte sich mit solcher Wucht an die Wagentüren, daß die Zugsinsaßen buchstäblich eingekerkert waren.
Auf fortwährendes Signalisieren eilten ein halbes Dutzend Männer von Grengiols zu Hilfe. Nachdem mit viel Müh und Arbeit die Türen geöffnet und die unschuldig zu dieser unliebsamen Gefängnisstrafe Verurteilten sich vom ersten Schrecken erholt hatten, kam zum Schaden auch der Spott. Einer der nagelneuen stämmigen Kontrolleure, in der schwieligen großen Hand die Schaufel, soll mit weichem Zugführersopran in den Wagen gerufen haben: Station Guldersand, alles aussteigen! Es entstiegen dem Zuge samt Zugspersonal gegen 20 Herrschaften. Trotz Abraten von Seiten der Hilfsmänner wollten die Reisenden dennoch in dunkler Nacht und bei einer Schneemasse von 1 M. 70 Höhe auf Schusters Rappen die Reise fortsetzen. Man ging auseinander. Allein schon in einer Viertelstunde hörte man Hilferufe. Es waren die soeben dem Zuge Entstiegenen, denen es zwar nicht am "Mut", wohl aber an Mark in den Knochen fehlte, um sich den Weg zu bahnen. Diesmal waren alle einstimmig willens, sich nach Grengiols zu begeben, wo sie alle am Sonntag morgens um halb 2 Uhr ankamen und den Rest der Nacht verbrachten. Gegen 7 Uhr reisten die Herrschaften wieder ab, wohl um in Brig noch rechtzeitig zum Hochamt zu kommen.
Auf der neuen Station "Guldersand" steht heute, Sonntag, noch leer und verschneit der Zug von Samstag Abend.
[WB 9.3.1918; Nr. 20]:
Oestlich-Raron. (Korr.) Unerwartet schnell ist hier der lang erwartete Schnee, von Samstag Morgen bis Mitternacht, auf die außergewöhnliche Höhe von M. 1 50, sowohl im Tale als im Berge gestiegen. — Wies zu befürchten war, brachte diese furchtbare Menge Neuschnee nebst vielen Verkehrsstörungen auch einen guten Teil Unglück. — Auf der Strecke Grengiols-Nußbaumbrücke blieb der Abendzug Furka Brig nicht nur einfach stecken, sondern buchstäblich unter dem Rutschschnee begraben. Sonntag, gegen 1 Uhr Morgens, konnten die Reisenden und das Zugpersonal befreit werden; um 2 Uhr rückten sie alle zur unbestellten Nachtherberge in Grengiols ein. — [...]
Trotz militärischer Hilfe konnte der Zug in Grengiols nicht frei gemacht werden, der zur Aushilfe gesandte Extrazug konnte nach vielen Stockungen nur Mörel erreichen.
Nun ist's Sonntag abend; die Dunkelheit zieht mit neuen dräuenden Nebelschwaden von Berg zu Tale, einige Meter unter Mörel arbeitet man eifrig um dem Extrazug die Heimreise zu ermöglichen; ...
Originale:
[WB 9.3.1918; Nr. 20]:"Station Guldersand". (Korresp) Am letzten Samstag blieb der Abendzug der Furkabahn, von einer Lawine überrascht, im Guldersand — 20 Minuten vom Dorfe Grengiols — im Schnee stecken. Ueber die Dächer der Zugwagen raste die Lawine dahin. Der Schnee preßte sich mit solcher Wucht an die Wagentüren, daß die Zugsinsaßen buchstäblich eingekerkert waren.
Auf fortwährendes Signalisieren eilten ein halbes Dutzend Männer von Grengiols zu Hilfe. Nachdem mit viel Müh und Arbeit die Türen geöffnet und die unschuldig zu dieser unliebsamen Gefängnisstrafe Verurteilten sich vom ersten Schrecken erholt hatten, kam zum Schaden auch der Spott. Einer der nagelneuen stämmigen Kontrolleure, in der schwieligen großen Hand die Schaufel, soll mit weichem Zugführersopran in den Wagen gerufen haben: Station Guldersand, alles aussteigen! Es entstiegen dem Zuge samt Zugspersonal gegen 20 Herrschaften. Trotz Abraten von Seiten der Hilfsmänner wollten die Reisenden dennoch in dunkler Nacht und bei einer Schneemasse von 1 M. 70 Höhe auf Schusters Rappen
die Reise fortsetzen. Man ging auseinander. Allein schon in einer Viertelstunde hörte man Hilferufe. Es waren die soeben dem Zuge Entstiegenen, denen es zwar nicht am "Mut", wohl aber an Mark in den Knochen fehlte, um sich den Weg zu bahnen. Diesmal waren alle einstimmig willens, sich nach Grengiols zu begeben, wo sie alle am Sonntag morgens um halb 2 Uhr ankamen und den Rest der Nacht verbrachten. Gegen 7 Uhr reisten die Herrschaften wieder ab, wohl um in Brig noch rechtzeitig zum Hochamt zu kommen.
Auf der neuen Station "Guldersand" steht heute, Sonntag, noch leer und verschneit der Zug von Samstag Abend.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Schneefall; Lawine?
Jahreszeit: Frühling
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Lawine
Niederschlag ⇒ Schnee
Flurnamen (Gemeinde):
Grengiols (Grengiols) Koordinaten: 650441/650441
Guldersand, ts (Grengiols) Koordinaten: 649561/649561
Originale (detailiert):id: [8832] Walliser Bote
id: [8830] Walliser Bote