Eintrag
Gewitter => Blitz / Donner
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KE ID: 3986
Datum: 1890-08-13
Quellentext:
[WB, 23. August 1890 Nr. 34]:
Mund. (Korr.) Am vorigen Mittwoch, den 13. d., um halb 2 Uhr Nachmittags, wurde die Pfarrkirche von Mund arg beschädigt. Um diese Zeit entlud sich ein Wolkenbruch mit heftigen Stürmen, begleitet von starkem Blitz und Donner. Von Südwest her schlug der Blitz in den Helm des Kirchturms, beschädigte denselben stark, krümmte das meterhohe Eisenkreuz auf demselben, riss auf einer Seite die Umfassung des hohen Thurmfensters heraus, die aus Tropfstein bestand. Die Steine stürzten auf das neugelegte Chordach und zertrümmerten die Schieferplatten. Die eisernen Dachrinnen wurden weggerissen und gebrochen. Alsdann drang der Blitzstrahl durch's Chorfenster auf der Nordseite in das Chor, zertrümmerte dasselbe gänzlich, beschädigte an vielen Stellen den Hochaltar, warf Blumentöpfe, Statuen, Kerzenstöcke und alles Bewegliche von demselben, verbrannte die Blumen und das Altartuch. Die schönen neuen Canontafeln lagen ganz schwarz auf dem Altare. Kurz Alles befand sich in einem wahren Chaos durcheinander auf dem Boden. Auch auf der Südseite ist ein Chorfenster ganz zerbrochen, so dass man mit Sicherheit schliessen kann, der Blitz sei durch dieses Fenster wieder in's Freie gedrungen. Im Ganzen sind 54 Scheiben zerbrochen. Der Schaden ist beträchtlich, umsomehr, als die Kirche in ihrem vollen Ornate war wegen der kurz vorhergehenden Primizfeier und Alles hart mitgenommen wurde, sogar die Bodenteppiche.
Mund. (Korr.) Am vorigen Mittwoch, den 13. d., um halb 2 Uhr Nachmittags, wurde die Pfarrkirche von Mund arg beschädigt. Um diese Zeit entlud sich ein Wolkenbruch mit heftigen Stürmen, begleitet von starkem Blitz und Donner. Von Südwest her schlug der Blitz in den Helm des Kirchturms, beschädigte denselben stark, krümmte das meterhohe Eisenkreuz auf demselben, riss auf einer Seite die Umfassung des hohen Thurmfensters heraus, die aus Tropfstein bestand. Die Steine stürzten auf das neugelegte Chordach und zertrümmerten die Schieferplatten. Die eisernen Dachrinnen wurden weggerissen und gebrochen. Alsdann drang der Blitzstrahl durch's Chorfenster auf der Nordseite in das Chor, zertrümmerte dasselbe gänzlich, beschädigte an vielen Stellen den Hochaltar, warf Blumentöpfe, Statuen, Kerzenstöcke und alles Bewegliche von demselben, verbrannte die Blumen und das Altartuch. Die schönen neuen Canontafeln lagen ganz schwarz auf dem Altare. Kurz Alles befand sich in einem wahren Chaos durcheinander auf dem Boden. Auch auf der Südseite ist ein Chorfenster ganz zerbrochen, so dass man mit Sicherheit schliessen kann, der Blitz sei durch dieses Fenster wieder in's Freie gedrungen. Im Ganzen sind 54 Scheiben zerbrochen. Der Schaden ist beträchtlich, umsomehr, als die Kirche in ihrem vollen Ornate war wegen der kurz vorhergehenden Primizfeier und Alles hart mitgenommen wurde, sogar die Bodenteppiche. Da sieht man, wie leicht und schnell vernichtet werden kann durch die Zulassung des Schöpfers, was Menschenhand in geraumer Zeit unter vielen Mühen, Sorgen und Kosten errichtet hat. Es bewahrheitet sich jener Wahlspruch der hl. Theresia jeden Augenblick, dass nämlich Alles im menschlichen Leben gebrechlich und vergänglich sei, nur Gott allein unveränderlich bleibe und man darum diesen allein lieben und ihm allein dienen solle.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Mund
Sachbetreff: Blitzschlag
Jahreszeit: Sommer
Kategorie:
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurname (Gemeinde):
Mund (Mund) Koordinaten: 638833/638833
Original (detailiert):id: [8101] Walliser Bote
Datum: 1890-08-13
Quellentext:
[WB, 23. August 1890 Nr. 34]:
Mund. (Korr.) Am vorigen Mittwoch, den 13. d., um halb 2 Uhr Nachmittags, wurde die Pfarrkirche von Mund arg beschädigt. Um diese Zeit entlud sich ein Wolkenbruch mit heftigen Stürmen, begleitet von starkem Blitz und Donner. Von Südwest her schlug der Blitz in den Helm des Kirchturms, beschädigte denselben stark, krümmte das meterhohe Eisenkreuz auf demselben, riss auf einer Seite die Umfassung des hohen Thurmfensters heraus, die aus Tropfstein bestand. Die Steine stürzten auf das neugelegte Chordach und zertrümmerten die Schieferplatten. Die eisernen Dachrinnen wurden weggerissen und gebrochen. Alsdann drang der Blitzstrahl durch's Chorfenster auf der Nordseite in das Chor, zertrümmerte dasselbe gänzlich, beschädigte an vielen Stellen den Hochaltar, warf Blumentöpfe, Statuen, Kerzenstöcke und alles Bewegliche von demselben, verbrannte die Blumen und das Altartuch. Die schönen neuen Canontafeln lagen ganz schwarz auf dem Altare. Kurz Alles befand sich in einem wahren Chaos durcheinander auf dem Boden. Auch auf der Südseite ist ein Chorfenster ganz zerbrochen, so dass man mit Sicherheit schliessen kann, der Blitz sei durch dieses Fenster wieder in's Freie gedrungen. Im Ganzen sind 54 Scheiben zerbrochen. Der Schaden ist beträchtlich, umsomehr, als die Kirche in ihrem vollen Ornate war wegen der kurz vorhergehenden Primizfeier und Alles hart mitgenommen wurde, sogar die Bodenteppiche.
Original:
[WB, 23. August 1890 Nr. 34]:Mund. (Korr.) Am vorigen Mittwoch, den 13. d., um halb 2 Uhr Nachmittags, wurde die Pfarrkirche von Mund arg beschädigt. Um diese Zeit entlud sich ein Wolkenbruch mit heftigen Stürmen, begleitet von starkem Blitz und Donner. Von Südwest her schlug der Blitz in den Helm des Kirchturms, beschädigte denselben stark, krümmte das meterhohe Eisenkreuz auf demselben, riss auf einer Seite die Umfassung des hohen Thurmfensters heraus, die aus Tropfstein bestand. Die Steine stürzten auf das neugelegte Chordach und zertrümmerten die Schieferplatten. Die eisernen Dachrinnen wurden weggerissen und gebrochen. Alsdann drang der Blitzstrahl durch's Chorfenster auf der Nordseite in das Chor, zertrümmerte dasselbe gänzlich, beschädigte an vielen Stellen den Hochaltar, warf Blumentöpfe, Statuen, Kerzenstöcke und alles Bewegliche von demselben, verbrannte die Blumen und das Altartuch. Die schönen neuen Canontafeln lagen ganz schwarz auf dem Altare. Kurz Alles befand sich in einem wahren Chaos durcheinander auf dem Boden. Auch auf der Südseite ist ein Chorfenster ganz zerbrochen, so dass man mit Sicherheit schliessen kann, der Blitz sei durch dieses Fenster wieder in's Freie gedrungen. Im Ganzen sind 54 Scheiben zerbrochen. Der Schaden ist beträchtlich, umsomehr, als die Kirche in ihrem vollen Ornate war wegen der kurz vorhergehenden Primizfeier und Alles hart mitgenommen wurde, sogar die Bodenteppiche. Da sieht man, wie leicht und schnell vernichtet werden kann durch die Zulassung des Schöpfers, was Menschenhand in geraumer Zeit unter vielen Mühen, Sorgen und Kosten errichtet hat. Es bewahrheitet sich jener Wahlspruch der hl. Theresia jeden Augenblick, dass nämlich Alles im menschlichen Leben gebrechlich und vergänglich sei, nur Gott allein unveränderlich bleibe und man darum diesen allein lieben und ihm allein dienen solle.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Blitzschlag
Jahreszeit: Sommer
Kategorie:
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurname (Gemeinde):
Mund (Mund) Koordinaten: 638833/638833
Original (detailiert):id: [8101] Walliser Bote
KE ID: 4265
Datum: 1904-06-18
Quellentext:
[WB 21.6.1904; Nr. 50]:
Vom Blitz getötet. Am letzten Samstag schlug der Blitz in ein ungefähr eine Stunde oberhalb Randogne gelegenes Haus. Er zerstörte einen Teil des Daches und tötete einen Knaben von etwa 10 Jahren, der sich in der Stube am geschlossenen Fenster befand. Im gleichen Zimmer befanden sich auch zwei Jünglinge. Der eine wurde zur Türe hinausgeworfen, der andere fiel ohnmächtig neben dem Knaben nieder.
Der Blitz drang auch noch in den Stall, wo er zwei Rinder und einen Bock tötete. Einige Kühe, die in einer andern Abteilung des Stalles waren, litten keinen Schaden.
Vom Blitz getötet. Am letzten Samstag schlug der Blitz in ein ungefähr eine Stunde oberhalb Randogne gelegenes Haus. Er zerstörte einen Teil des Daches und tötete einen Knaben von etwa 10 Jahren, der sich in der Stube am geschlossenen Fenster befand. Im gleichen Zimmer befanden sich auch zwei Jünglinge. Der eine wurde zur Türe hinausgeworfen, der andere fiel ohnmächtig neben dem Knaben nieder.
Der Blitz drang auch noch in den Stall, wo er zwei Rinder und einen Bock tötete. Einige Kühe, die in einer andern Abteilung des Stalles waren, litten keinen Schaden.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Randogne
Sachbetreff: Blitzschlag
Jahreszeit: Sommer
Kategorie:
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurname (Gemeinde):
Randogne (Randogne) Koordinaten: 605588/605588
Original (detailiert):id: [8436] Walliser Bote
Datum: 1904-06-18
Quellentext:
[WB 21.6.1904; Nr. 50]:
Vom Blitz getötet. Am letzten Samstag schlug der Blitz in ein ungefähr eine Stunde oberhalb Randogne gelegenes Haus. Er zerstörte einen Teil des Daches und tötete einen Knaben von etwa 10 Jahren, der sich in der Stube am geschlossenen Fenster befand. Im gleichen Zimmer befanden sich auch zwei Jünglinge. Der eine wurde zur Türe hinausgeworfen, der andere fiel ohnmächtig neben dem Knaben nieder.
Der Blitz drang auch noch in den Stall, wo er zwei Rinder und einen Bock tötete. Einige Kühe, die in einer andern Abteilung des Stalles waren, litten keinen Schaden.
Original:
[WB 21.6.1904; Nr. 50]:Vom Blitz getötet. Am letzten Samstag schlug der Blitz in ein ungefähr eine Stunde oberhalb Randogne gelegenes Haus. Er zerstörte einen Teil des Daches und tötete einen Knaben von etwa 10 Jahren, der sich in der Stube am geschlossenen Fenster befand. Im gleichen Zimmer befanden sich auch zwei Jünglinge. Der eine wurde zur Türe hinausgeworfen, der andere fiel ohnmächtig neben dem Knaben nieder.
Der Blitz drang auch noch in den Stall, wo er zwei Rinder und einen Bock tötete. Einige Kühe, die in einer andern Abteilung des Stalles waren, litten keinen Schaden.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Blitzschlag
Jahreszeit: Sommer
Kategorie:
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurname (Gemeinde):
Randogne (Randogne) Koordinaten: 605588/605588
Original (detailiert):id: [8436] Walliser Bote
KE ID: 4306
Datum: 1905-07-28
Quellentext:
[WB 2.8.1905; Nr. 61]:
Binn. Schon das zweite Mal hat dieses Jahr hier der Blitz eingeschlagen. Das erste Mal wurden zwei Ziegen getötet. Letzten Freitag schlug derselbe in den Wald und zündete. Sofort eilten mehrere rüstige Männer hinauf in den Wald und wurden bald des Feuers Meister.
Binn. Schon das zweite Mal hat dieses Jahr hier der Blitz eingeschlagen. Das erste Mal wurden zwei Ziegen getötet. Letzten Freitag schlug derselbe in den Wald und zündete. Sofort eilten mehrere rüstige Männer hinauf in den Wald und wurden bald des Feuers Meister.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Binn
Sachbetreff: Blitzschlag, Waldbrand
Jahreszeit: Sommer
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Feuer
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurname (Gemeinde):
Binn (Binn) Koordinaten: 657356/657356[OuF]
Original (detailiert):id: [8486] Walliser Bote
Datum: 1905-07-28
Quellentext:
[WB 2.8.1905; Nr. 61]:
Binn. Schon das zweite Mal hat dieses Jahr hier der Blitz eingeschlagen. Das erste Mal wurden zwei Ziegen getötet. Letzten Freitag schlug derselbe in den Wald und zündete. Sofort eilten mehrere rüstige Männer hinauf in den Wald und wurden bald des Feuers Meister.
Original:
[WB 2.8.1905; Nr. 61]:Binn. Schon das zweite Mal hat dieses Jahr hier der Blitz eingeschlagen. Das erste Mal wurden zwei Ziegen getötet. Letzten Freitag schlug derselbe in den Wald und zündete. Sofort eilten mehrere rüstige Männer hinauf in den Wald und wurden bald des Feuers Meister.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Blitzschlag, Waldbrand
Jahreszeit: Sommer
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Feuer
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurname (Gemeinde):
Binn (Binn) Koordinaten: 657356/657356
Original (detailiert):id: [8486] Walliser Bote
KE ID: 4975
Datum: 1930-08-19
Quellentext:
[WB 27.8.1930; Nr. 69]:
Bellwald. (Korr.) Am letzten Dienstag den 19. August sammelten sich gegen 7 Uhr abends mächtige Gewitterwolken über dem Horizonte, als wollten sie den Himmel mit seinem prächtigen Sternenheere mit einem dichten Schleier überziehn. Auch unser Gommerländchen wurde von diesen schwarzen Luftbeherrschern überwölkt. Und wirklich nach kaum einer Stunde schien es, als seien dem hl. Petrus die Zügel entrissen worden; denn in Strömen floß der Regen darnieder. Bald aber, wie es bei solchem Gewitter keine Seltenheit ist, hörte man das Grollen mächtiger Donnerschläge und das Zucken Heller Blitze, die bald die Ursache einer unerwarteten Feuersbrunst waren. Gegen 9 Uhr nachts schlug der Blitz auf der „Honegge" in die Scheune des Johann Jeitziner, die bald in hellen Flammen stand und dem Volke einen Schrecken erregenden Anblick bot. Bald nach dem heftigen Blitzschlage riefen die Sturmglocken unserer Berggemeinde das Volk auf die Brandstätte; selbst das Glöcklein von der Kapelle „Maria zum Schnee" auf Richinenalp, tat den Aelplern von der kleinen aber wütenden Feuersbrunst
kund. Doch die zahlreiche Volksmenge, die eiligst sich zu dem Brandobjekte hinbegab, bot unter der Führung des Feuerwehrkommandanten dem Feuerr bald Einhalt. Die Scheune wurde bis auf den Stall samt dem Heu verbrannt und somit wurde der Schaden um so größer, da die diesjährige Heuernte sonst schon gering
war. Da dieses Gebäude auf einer erhöhten Lage war ist diese Feuersbrunst, durch Blitzes Macht verursacht, leicht erklärbar. Wir wollen aber hoffen, daß Gott uns fernerhin von solchen Feinden der Lüfte behüten und unsere Glocke ihren Wahlspruch: fulgura frango, bewahrheiten möge. —X—
Bellwald. (Korr.) Am letzten Dienstag den 19. August sammelten sich gegen 7 Uhr abends mächtige Gewitterwolken über dem Horizonte, als wollten sie den Himmel mit seinem prächtigen Sternenheere mit einem dichten Schleier überziehn. Auch unser Gommerländchen wurde von diesen schwarzen Luftbeherrschern überwölkt. Und wirklich nach kaum einer Stunde schien es, als seien dem hl. Petrus die Zügel entrissen worden; denn in Strömen floß der Regen darnieder. Bald aber, wie es bei solchem Gewitter keine Seltenheit ist, hörte man das Grollen mächtiger Donnerschläge und das Zucken Heller Blitze, die bald die Ursache einer unerwarteten Feuersbrunst waren. Gegen 9 Uhr nachts schlug der Blitz auf der „Honegge" in die Scheune des Johann Jeitziner, die bald in hellen Flammen stand und dem Volke einen Schrecken erregenden Anblick bot. Bald nach dem heftigen Blitzschlage riefen die Sturmglocken unserer Berggemeinde das Volk auf die Brandstätte; selbst das Glöcklein von der Kapelle „Maria zum Schnee" auf Richinenalp, tat den Aelplern von der kleinen aber wütenden Feuersbrunst
kund. Doch die zahlreiche Volksmenge, die eiligst sich zu dem Brandobjekte hinbegab, bot unter der Führung des Feuerwehrkommandanten dem Feuerr bald Einhalt. Die Scheune wurde bis auf den Stall samt dem Heu verbrannt und somit wurde der Schaden um so größer, da die diesjährige Heuernte sonst schon gering
war. Da dieses Gebäude auf einer erhöhten Lage war ist diese Feuersbrunst, durch Blitzes Macht verursacht, leicht erklärbar. Wir wollen aber hoffen, daß Gott uns fernerhin von solchen Feinden der Lüfte behüten und unsere Glocke ihren Wahlspruch: fulgura frango, bewahrheiten möge. —X—
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Bellwald
Sachbetreff: Gewitter, Bitzschlag, Hausbrand
Jahreszeit: Sommer
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Feuer
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurnamen (Gemeinde):
Bellwald (Bellwald) Koordinaten: 655467/655467[OuF]
Honegge, t' (Bellwald) Koordinaten: 654960/654960[OuF]
Original (detailiert):id: [9221] Walliser Bote
Datum: 1930-08-19
Quellentext:
[WB 27.8.1930; Nr. 69]:
Bellwald. (Korr.) Am letzten Dienstag den 19. August sammelten sich gegen 7 Uhr abends mächtige Gewitterwolken über dem Horizonte, als wollten sie den Himmel mit seinem prächtigen Sternenheere mit einem dichten Schleier überziehn. Auch unser Gommerländchen wurde von diesen schwarzen Luftbeherrschern überwölkt. Und wirklich nach kaum einer Stunde schien es, als seien dem hl. Petrus die Zügel entrissen worden; denn in Strömen floß der Regen darnieder. Bald aber, wie es bei solchem Gewitter keine Seltenheit ist, hörte man das Grollen mächtiger Donnerschläge und das Zucken Heller Blitze, die bald die Ursache einer unerwarteten Feuersbrunst waren. Gegen 9 Uhr nachts schlug der Blitz auf der „Honegge" in die Scheune des Johann Jeitziner, die bald in hellen Flammen stand und dem Volke einen Schrecken erregenden Anblick bot. Bald nach dem heftigen Blitzschlage riefen die Sturmglocken unserer Berggemeinde das Volk auf die Brandstätte; selbst das Glöcklein von der Kapelle „Maria zum Schnee" auf Richinenalp, tat den Aelplern von der kleinen aber wütenden Feuersbrunst
kund. Doch die zahlreiche Volksmenge, die eiligst sich zu dem Brandobjekte hinbegab, bot unter der Führung des Feuerwehrkommandanten dem Feuerr bald Einhalt. Die Scheune wurde bis auf den Stall samt dem Heu verbrannt und somit wurde der Schaden um so größer, da die diesjährige Heuernte sonst schon gering
war. Da dieses Gebäude auf einer erhöhten Lage war ist diese Feuersbrunst, durch Blitzes Macht verursacht, leicht erklärbar. Wir wollen aber hoffen, daß Gott uns fernerhin von solchen Feinden der Lüfte behüten und unsere Glocke ihren Wahlspruch: fulgura frango, bewahrheiten möge. —X—
Original:
[WB 27.8.1930; Nr. 69]:Bellwald. (Korr.) Am letzten Dienstag den 19. August sammelten sich gegen 7 Uhr abends mächtige Gewitterwolken über dem Horizonte, als wollten sie den Himmel mit seinem prächtigen Sternenheere mit einem dichten Schleier überziehn. Auch unser Gommerländchen wurde von diesen schwarzen Luftbeherrschern überwölkt. Und wirklich nach kaum einer Stunde schien es, als seien dem hl. Petrus die Zügel entrissen worden; denn in Strömen floß der Regen darnieder. Bald aber, wie es bei solchem Gewitter keine Seltenheit ist, hörte man das Grollen mächtiger Donnerschläge und das Zucken Heller Blitze, die bald die Ursache einer unerwarteten Feuersbrunst waren. Gegen 9 Uhr nachts schlug der Blitz auf der „Honegge" in die Scheune des Johann Jeitziner, die bald in hellen Flammen stand und dem Volke einen Schrecken erregenden Anblick bot. Bald nach dem heftigen Blitzschlage riefen die Sturmglocken unserer Berggemeinde das Volk auf die Brandstätte; selbst das Glöcklein von der Kapelle „Maria zum Schnee" auf Richinenalp, tat den Aelplern von der kleinen aber wütenden Feuersbrunst
kund. Doch die zahlreiche Volksmenge, die eiligst sich zu dem Brandobjekte hinbegab, bot unter der Führung des Feuerwehrkommandanten dem Feuerr bald Einhalt. Die Scheune wurde bis auf den Stall samt dem Heu verbrannt und somit wurde der Schaden um so größer, da die diesjährige Heuernte sonst schon gering
war. Da dieses Gebäude auf einer erhöhten Lage war ist diese Feuersbrunst, durch Blitzes Macht verursacht, leicht erklärbar. Wir wollen aber hoffen, daß Gott uns fernerhin von solchen Feinden der Lüfte behüten und unsere Glocke ihren Wahlspruch: fulgura frango, bewahrheiten möge. —X—
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Gewitter, Bitzschlag, Hausbrand
Jahreszeit: Sommer
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Feuer
Gewitter ⇒ Blitz / Donner
Flurnamen (Gemeinde):
Bellwald (Bellwald) Koordinaten: 655467/655467
Honegge, t' (Bellwald) Koordinaten: 654960/654960
Original (detailiert):id: [9221] Walliser Bote