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Wind => Sturm
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KE ID: 3902
Datum: 1632-02-01
Quellentext:
[WB, 26. Januar 1910, Nr. 8]: "Aus alten Zeiten. Dass der Winter auch in frühern Zeiten oft eigentümliche Launen hatte, zeigen uns folgende Angaben alter Walliser Chroniken.
[...]
1632 am 1. Februar hörte man in der Nacht furchtbares Donnern; in Val d'Illiez warf ein Sturm 28 Gebäude um.
[...]"
[...]
1632 am 1. Februar hörte man in der Nacht furchtbares Donnern; in Val d'Illiez warf ein Sturm 28 Gebäude um.
[...]"
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Val d'Illiez
Sachbetreff: Unwetter
Jahreszeit: Winter
Kategorien:
Gewitter ⇒ Unwetter
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Val d'Illiez (Val-d'Illiez) Koordinaten: 559193/559193
Original (detailiert):id: [8002] Walliser Bote
Datum: 1632-02-01
Quellentext:
[WB, 26. Januar 1910, Nr. 8]: "Aus alten Zeiten. Dass der Winter auch in frühern Zeiten oft eigentümliche Launen hatte, zeigen uns folgende Angaben alter Walliser Chroniken.
[...]
1632 am 1. Februar hörte man in der Nacht furchtbares Donnern; in Val d'Illiez warf ein Sturm 28 Gebäude um.
[...]"
Original:
[WB, 26. Januar 1910, Nr. 8]: "Aus alten Zeiten. Dass der Winter auch in frühern Zeiten oft eigentümliche Launen hatte, zeigen uns folgende Angaben alter Walliser Chroniken.[...]
1632 am 1. Februar hörte man in der Nacht furchtbares Donnern; in Val d'Illiez warf ein Sturm 28 Gebäude um.
[...]"
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Unwetter
Jahreszeit: Winter
Kategorien:
Gewitter ⇒ Unwetter
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Val d'Illiez (Val-d'Illiez) Koordinaten: 559193/559193
Original (detailiert):id: [8002] Walliser Bote
KE ID: 321
Datum: 1703-03-11
Quellentext:
Am 11. März [1703] verschied Johann Imahorn. Wegen des herrschenden Sturmwetters blieb seine Leiche vier Tage lang unbeerdigt in der Kapelle von Ulrichen.
(cf. WJb 1951, S. 35: „Am 11. März [1703] verschied Johann Imahorn. Wegen des herrschenden Sturmwetters blieb seine Leiche vier Tage lang unbeerdigt in der Kapelle von Ulrichen“).
(Q: StA Wallis, R 4 b: Liber D: Riedmattenchronik)
Ortsbetreff: Ulrichen
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Frühling
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Ulrichen (Ulrichen) Koordinaten: 666440/666440[OuF]
Original (detailiert):id: [2] Riedmattenchronik
Datum: 1703-03-11
Quellentext:
Am 11. März [1703] verschied Johann Imahorn. Wegen des herrschenden Sturmwetters blieb seine Leiche vier Tage lang unbeerdigt in der Kapelle von Ulrichen.
Original:
[p. 206]: 1703, 11 martii, Joannes Imahoren, qui per 4 dies propter tempestatem insepultus in capella Urlichen detinebatur, [obiit].(cf. WJb 1951, S. 35: „Am 11. März [1703] verschied Johann Imahorn. Wegen des herrschenden Sturmwetters blieb seine Leiche vier Tage lang unbeerdigt in der Kapelle von Ulrichen“).
(Q: StA Wallis, R 4 b: Liber D: Riedmattenchronik)
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Frühling
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Ulrichen (Ulrichen) Koordinaten: 666440/666440
Original (detailiert):id: [2] Riedmattenchronik
KE ID: 1978
Datum: 1874-11-13 ⏤ 1874-11-27
Quellentext:
Aus zwei Briefen von Herrn Pfarrer Tscheinen in Grächen vom 10. und 22. Dezbr. 1874. - Sie erlauben, dass ich Ihnen über eine hier in Grächen beobachtete Luftspiegelung und bald darauf erfolgte ungewöhnliche Witterung eine etwas umständlichere Mittheilung mache, die vielleicht für Sie interessant ist:
Am 13. November sah man nach Mittag 1/2 1 Uhr, grad ob der Pfarrkirche, bei klarer Luft, einen hübschen Regenbogen, in der Form eines halben Zirkels, Welcher aber der hell leuchtenden Sonne den Rücken zuwandte, d. h. die Oeffnung des Zirkels gegen NO kehrte. Auch auf beiden Seiten der Sonne, d. h. im S und SW sah man kleine Regenbogen ähnlich dem oben beschriebenen. Das war ein Zeichen, dass Gott die Welt zwar mit keiner Sündfluth, aber mit heftigen Schneestürmen heimsuchen — und die Wetter-Prophezeiung von der Pariser Sternwarte in Erfüllung gehen werde. Am 15. bis 16. d. starkes Fallen des Barometers. Am 16. d. Abds. entstand ein starkes Schneegestöber — und in der ganzen folgenden Nacht pausenweis ein wüthender Schneesturm — und am 17. d. desgleichen. Um 1/2 9 Uhr Morgens angefangen, gab es oft so grausige Windstösse vom Föhn, dass es auf unserm Freithofe das hohe und starke Missionskreuz umwarf und zerschmetterte, und die Schulkinder konnten wegen dem dichten Schneegestöber nicht die Schule besuchen.
So hat es pausenweis bis in die Nacht und während derselben fortgestürmt und dazu zart geschneit. Am I8., 19. und 20. d. dauerten, kurze Ruhepunkte abgerechnet, die heftigen Stürme vom Föhn vorwärts. Der Schaden, welchen das anhaltende Ungewitter anrichtete, war an verschiedenen Orten nicht unbedeutend. In Grächen und anderswo hat es an vielen Orten Haus- und Scheunendächer theilweis abgedeckt, Fenster eingestossen, der Regen und Schneewasser überall in Menschen- und Viehwohnungen eingedrungen, schwächer gebaute Häuser so mächtig erschüttert, dass ihre Bewohner bei finsterer und stürmischer Nacht, aus Furcht eines grösseren Unglücks, das Haus verlassen mussten, um anderswo eine schützende Herberge zu finden. Die Windstösse waren oft so mächtig, dass festgebaute Holzhäuser erkrachten und wie vom Erdbeben erschüttert wurden; schwere Balken wurden weit von den Dächern fortgetragen und 1 1/2 Meter hohe Schneewellen aufgethürmt. Aber auch an andern Orten soll dieser anhaltende Sturm arg gehauset haben. In Ried, Pfarrei St. Niklaus, hat der Föhnsturm einen Speicher, in Stalden und auch in Grächen einen Getreide-Stadel, in Eysten, Thal-Saas, ein Wohnhaus umgeworfen. Auf der Bergschaft Embd, in Schalb, stiess die Lawine, welche durch die vom Sturmwind aufgehäuften Schneewellen entstand, ein Haus und drei Scheunen um. Die Bewohner konnten sich mit genauer Noth durch die Fenster retten, aber drei Rindstücke wurden erdrückt. Kein Mann könne sich erinnern, einen so lange anhaltenden Sturm, wie diesen, erlebt zu haben. — Indessen verspürte man in Zermatt und noch an andern Orten im Visperthal fast gar keinen Wind, schneite aber an diesen Orten beständig fort, so dass in Findeln, ob Zermatt, 7 Fuss und im Dorf 5 Fuss und ob St. Niklaus in Jungen 6 Fuss hoher Schnee soll gefallen sein. Man erzählt auch, dass manche Fuhrleute ihre Weinladungen haben auf der Landstrasse müssen stehen lassen und die Pferde ausspannen, weil sie wegen dem fürchterlichen Ungewitter nicht vorwärts konnten. Dann folgte grosse Kälte. Am 23. d. war die Kälte 11 1/2, am 24. 14., am 25. 14 1/2 und am 26. 13 1/2 Grad. So wie zuvor Alles durchnässt war, zeigten jetzt die Fenster dichte Eisblumen, Strassen und Brunnen voll Eis und die Dächer umkränzt mit Eiskerzen. Aus den warmen Ställen, wo am Morgen und Abend das Vieh verpflegt wird, während die Stallpforte offen steht, steigt ein dichter Dunst, wie der Rauch eines brennenden Backofens in die Höhe. Die Leute gehen mit in Lumpen gehüllten Gesichtern, wie Bozen, fast stillschweigend neben einander vorüber, höchstens mit dem lakonischen Ausruf: „Schoch, schoch wie machts chalt, hüt is nit richtigs!" — Am 27. d. Morgens um 6 Uhr grosser Mondhof.
...
Laut „Walliser Bote" soll der letzte Föhnsturm im Walde ob dem Mayen in Sitten 10,000 Tannen und Lerchen umgeworfen haben. Die Luft war während dem Erdbeben warm, neblicht, Föhn, man hörte die Dachträufe gehen.
Im Gebiet St. Niklaus, Biffigwald, hat der schon angezeigte Föhnsturm einen ganzen Strich Wald, bei 3000 Stücke Waldbäume niedergerissen und entwurzelt.
Aus zwei Briefen von Herrn Pfarrer Tscheinen in Grächen vom 10. und 22. Dezbr. 1874. - Sie erlauben, dass ich Ihnen über eine hier in Grächen beobachtete Luftspiegelung und bald darauf erfolgte ungewöhnliche Witterung eine etwas umständlichere Mittheilung mache, die vielleicht für Sie interessant ist:
Am 13. November sah man nach Mittag 1/2 1 Uhr, grad ob der Pfarrkirche, bei klarer Luft, einen hübschen Regenbogen, in der Form eines halben Zirkels, Welcher aber der hell leuchtenden Sonne den Rücken zuwandte, d. h. die Oeffnung des Zirkels gegen NO kehrte. Auch auf beiden Seiten der Sonne, d. h. im S und SW sah man kleine Regenbogen ähnlich dem oben beschriebenen. Das war ein Zeichen, dass Gott die Welt zwar mit keiner Sündfluth, aber mit heftigen Schneestürmen heimsuchen — und die Wetter-Prophezeiung von der Pariser Sternwarte in Erfüllung gehen werde. Am 15. bis 16. d. starkes Fallen des Barometers. Am 16. d. Abds. entstand ein starkes Schneegestöber — und in der ganzen folgenden Nacht pausenweis ein wüthender Schneesturm — und am 17. d. desgleichen. Um 1/2 9 Uhr Morgens angefangen, gab es oft so grausige Windstösse vom Föhn, dass es auf unserm Freithofe das hohe und starke Missionskreuz umwarf und zerschmetterte, und die Schulkinder konnten wegen dem dichten Schneegestöber nicht die Schule besuchen.
So hat es pausenweis bis in die Nacht und während derselben fortgestürmt und dazu zart geschneit. Am I8., 19. und 20. d. dauerten, kurze Ruhepunkte abgerechnet, die heftigen Stürme vom Föhn vorwärts. Der Schaden, welchen das anhaltende Ungewitter anrichtete, war an verschiedenen Orten nicht unbedeutend. In Grächen und anderswo hat es an vielen Orten Haus- und Scheunendächer theilweis abgedeckt, Fenster eingestossen, der Regen und Schneewasser überall in Menschen- und Viehwohnungen eingedrungen, schwächer gebaute Häuser so mächtig erschüttert, dass ihre Bewohner bei finsterer und stürmischer Nacht, aus Furcht eines grösseren Unglücks, das Haus verlassen mussten, um anderswo eine schützende Herberge zu finden. Die Windstösse waren oft so mächtig, dass festgebaute Holzhäuser erkrachten und wie vom Erdbeben erschüttert wurden; schwere Balken wurden weit von den Dächern fortgetragen und 1 1/2 Meter hohe Schneewellen aufgethürmt. Aber auch an andern Orten soll dieser anhaltende Sturm arg gehauset haben. In Ried, Pfarrei St. Niklaus, hat der Föhnsturm einen Speicher, in Stalden und auch in Grächen einen Getreide-Stadel, in Eysten, Thal-Saas, ein Wohnhaus umgeworfen. Auf der Bergschaft Embd, in Schalb, stiess die Lawine, welche durch die vom Sturmwind aufgehäuften Schneewellen entstand, ein Haus und drei Scheunen um. Die Bewohner konnten sich mit genauer Noth durch die Fenster retten, aber drei Rindstücke wurden erdrückt. Kein Mann könne sich erinnern, einen so lange anhaltenden Sturm, wie diesen, erlebt zu haben. — Indessen verspürte man in Zermatt und noch an andern Orten im Visperthal fast gar keinen Wind, schneite aber an diesen Orten beständig fort, so dass in Findeln, ob Zermatt, 7 Fuss und im Dorf 5 Fuss und ob St. Niklaus in Jungen 6 Fuss hoher Schnee soll gefallen sein. Man erzählt auch, dass manche Fuhrleute ihre Weinladungen haben auf der Landstrasse müssen stehen lassen und die Pferde ausspannen, weil sie wegen dem fürchterlichen Ungewitter nicht vorwärts konnten. Dann folgte grosse Kälte. Am 23. d. war die Kälte 11 1/2, am 24. 14., am 25. 14 1/2 und am 26. 13 1/2 Grad. So wie zuvor Alles durchnässt war, zeigten jetzt die Fenster dichte Eisblumen, Strassen und Brunnen voll Eis und die Dächer umkränzt mit Eiskerzen. Aus den warmen Ställen, wo am Morgen und Abend das Vieh verpflegt wird, während die Stallpforte offen steht, steigt ein dichter Dunst, wie der Rauch eines brennenden Backofens in die Höhe. Die Leute gehen mit in Lumpen gehüllten Gesichtern, wie Bozen, fast stillschweigend neben einander vorüber, höchstens mit dem lakonischen Ausruf: „Schoch, schoch wie machts chalt, hüt is nit richtigs!" — Am 27. d. Morgens um 6 Uhr grosser Mondhof.
...
Laut „Walliser Bote" soll der letzte Föhnsturm im Walde ob dem Mayen in Sitten 10,000 Tannen und Lerchen umgeworfen haben. Die Luft war während dem Erdbeben warm, neblicht, Föhn, man hörte die Dachträufe gehen.
Im Gebiet St. Niklaus, Biffigwald, hat der schon angezeigte Föhnsturm einen ganzen Strich Wald, bei 3000 Stücke Waldbäume niedergerissen und entwurzelt.
(Q: Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich)
Ortsbetreff: Vispertal
Sachbetreff: Föhnsturm, Kälte, Lawine
Jahreszeit: Herbst
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurnamen (Gemeinde):
Vispertal (Zeneggen) Koordinaten: 633863/633863[OuF]
St. Niklaus (St. Niklaus) Koordinaten: 628032/628032[OuF]
Original (detailiert):id: [5670] Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich
Datum: 1874-11-13 ⏤ 1874-11-27
Quellentext:
Aus zwei Briefen von Herrn Pfarrer Tscheinen in Grächen vom 10. und 22. Dezbr. 1874. - Sie erlauben, dass ich Ihnen über eine hier in Grächen beobachtete Luftspiegelung und bald darauf erfolgte ungewöhnliche Witterung eine etwas umständlichere Mittheilung mache, die vielleicht für Sie interessant ist:
Am 13. November sah man nach Mittag 1/2 1 Uhr, grad ob der Pfarrkirche, bei klarer Luft, einen hübschen Regenbogen, in der Form eines halben Zirkels, Welcher aber der hell leuchtenden Sonne den Rücken zuwandte, d. h. die Oeffnung des Zirkels gegen NO kehrte. Auch auf beiden Seiten der Sonne, d. h. im S und SW sah man kleine Regenbogen ähnlich dem oben beschriebenen. Das war ein Zeichen, dass Gott die Welt zwar mit keiner Sündfluth, aber mit heftigen Schneestürmen heimsuchen — und die Wetter-Prophezeiung von der Pariser Sternwarte in Erfüllung gehen werde. Am 15. bis 16. d. starkes Fallen des Barometers. Am 16. d. Abds. entstand ein starkes Schneegestöber — und in der ganzen folgenden Nacht pausenweis ein wüthender Schneesturm — und am 17. d. desgleichen. Um 1/2 9 Uhr Morgens angefangen, gab es oft so grausige Windstösse vom Föhn, dass es auf unserm Freithofe das hohe und starke Missionskreuz umwarf und zerschmetterte, und die Schulkinder konnten wegen dem dichten Schneegestöber nicht die Schule besuchen.
So hat es pausenweis bis in die Nacht und während derselben fortgestürmt und dazu zart geschneit. Am I8., 19. und 20. d. dauerten, kurze Ruhepunkte abgerechnet, die heftigen Stürme vom Föhn vorwärts. Der Schaden, welchen das anhaltende Ungewitter anrichtete, war an verschiedenen Orten nicht unbedeutend. In Grächen und anderswo hat es an vielen Orten Haus- und Scheunendächer theilweis abgedeckt, Fenster eingestossen, der Regen und Schneewasser überall in Menschen- und Viehwohnungen eingedrungen, schwächer gebaute Häuser so mächtig erschüttert, dass ihre Bewohner bei finsterer und stürmischer Nacht, aus Furcht eines grösseren Unglücks, das Haus verlassen mussten, um anderswo eine schützende Herberge zu finden. Die Windstösse waren oft so mächtig, dass festgebaute Holzhäuser erkrachten und wie vom Erdbeben erschüttert wurden; schwere Balken wurden weit von den Dächern fortgetragen und 1 1/2 Meter hohe Schneewellen aufgethürmt. Aber auch an andern Orten soll dieser anhaltende Sturm arg gehauset haben. In Ried, Pfarrei St. Niklaus, hat der Föhnsturm einen Speicher, in Stalden und auch in Grächen einen Getreide-Stadel, in Eysten, Thal-Saas, ein Wohnhaus umgeworfen. Auf der Bergschaft Embd, in Schalb, stiess die Lawine, welche durch die vom Sturmwind aufgehäuften Schneewellen entstand, ein Haus und drei Scheunen um. Die Bewohner konnten sich mit genauer Noth durch die Fenster retten, aber drei Rindstücke wurden erdrückt. Kein Mann könne sich erinnern, einen so lange anhaltenden Sturm, wie diesen, erlebt zu haben. — Indessen verspürte man in Zermatt und noch an andern Orten im Visperthal fast gar keinen Wind, schneite aber an diesen Orten beständig fort, so dass in Findeln, ob Zermatt, 7 Fuss und im Dorf 5 Fuss und ob St. Niklaus in Jungen 6 Fuss hoher Schnee soll gefallen sein. Man erzählt auch, dass manche Fuhrleute ihre Weinladungen haben auf der Landstrasse müssen stehen lassen und die Pferde ausspannen, weil sie wegen dem fürchterlichen Ungewitter nicht vorwärts konnten. Dann folgte grosse Kälte. Am 23. d. war die Kälte 11 1/2, am 24. 14., am 25. 14 1/2 und am 26. 13 1/2 Grad. So wie zuvor Alles durchnässt war, zeigten jetzt die Fenster dichte Eisblumen, Strassen und Brunnen voll Eis und die Dächer umkränzt mit Eiskerzen. Aus den warmen Ställen, wo am Morgen und Abend das Vieh verpflegt wird, während die Stallpforte offen steht, steigt ein dichter Dunst, wie der Rauch eines brennenden Backofens in die Höhe. Die Leute gehen mit in Lumpen gehüllten Gesichtern, wie Bozen, fast stillschweigend neben einander vorüber, höchstens mit dem lakonischen Ausruf: „Schoch, schoch wie machts chalt, hüt is nit richtigs!" — Am 27. d. Morgens um 6 Uhr grosser Mondhof.
...
Laut „Walliser Bote" soll der letzte Föhnsturm im Walde ob dem Mayen in Sitten 10,000 Tannen und Lerchen umgeworfen haben. Die Luft war während dem Erdbeben warm, neblicht, Föhn, man hörte die Dachträufe gehen.
Im Gebiet St. Niklaus, Biffigwald, hat der schon angezeigte Föhnsturm einen ganzen Strich Wald, bei 3000 Stücke Waldbäume niedergerissen und entwurzelt.
Original:
[Vierteljahrsschrift 19/2 (1874), S. 298-301]:Aus zwei Briefen von Herrn Pfarrer Tscheinen in Grächen vom 10. und 22. Dezbr. 1874. - Sie erlauben, dass ich Ihnen über eine hier in Grächen beobachtete Luftspiegelung und bald darauf erfolgte ungewöhnliche Witterung eine etwas umständlichere Mittheilung mache, die vielleicht für Sie interessant ist:
Am 13. November sah man nach Mittag 1/2 1 Uhr, grad ob der Pfarrkirche, bei klarer Luft, einen hübschen Regenbogen, in der Form eines halben Zirkels, Welcher aber der hell leuchtenden Sonne den Rücken zuwandte, d. h. die Oeffnung des Zirkels gegen NO kehrte. Auch auf beiden Seiten der Sonne, d. h. im S und SW sah man kleine Regenbogen ähnlich dem oben beschriebenen. Das war ein Zeichen, dass Gott die Welt zwar mit keiner Sündfluth, aber mit heftigen Schneestürmen heimsuchen — und die Wetter-Prophezeiung von der Pariser Sternwarte in Erfüllung gehen werde. Am 15. bis 16. d. starkes Fallen des Barometers. Am 16. d. Abds. entstand ein starkes Schneegestöber — und in der ganzen folgenden Nacht pausenweis ein wüthender Schneesturm — und am 17. d. desgleichen. Um 1/2 9 Uhr Morgens angefangen, gab es oft so grausige Windstösse vom Föhn, dass es auf unserm Freithofe das hohe und starke Missionskreuz umwarf und zerschmetterte, und die Schulkinder konnten wegen dem dichten Schneegestöber nicht die Schule besuchen.
So hat es pausenweis bis in die Nacht und während derselben fortgestürmt und dazu zart geschneit. Am I8., 19. und 20. d. dauerten, kurze Ruhepunkte abgerechnet, die heftigen Stürme vom Föhn vorwärts. Der Schaden, welchen das anhaltende Ungewitter anrichtete, war an verschiedenen Orten nicht unbedeutend. In Grächen und anderswo hat es an vielen Orten Haus- und Scheunendächer theilweis abgedeckt, Fenster eingestossen, der Regen und Schneewasser überall in Menschen- und Viehwohnungen eingedrungen, schwächer gebaute Häuser so mächtig erschüttert, dass ihre Bewohner bei finsterer und stürmischer Nacht, aus Furcht eines grösseren Unglücks, das Haus verlassen mussten, um anderswo eine schützende Herberge zu finden. Die Windstösse waren oft so mächtig, dass festgebaute Holzhäuser erkrachten und wie vom Erdbeben erschüttert wurden; schwere Balken wurden weit von den Dächern fortgetragen und 1 1/2 Meter hohe Schneewellen aufgethürmt. Aber auch an andern Orten soll dieser anhaltende Sturm arg gehauset haben. In Ried, Pfarrei St. Niklaus, hat der Föhnsturm einen Speicher, in Stalden und auch in Grächen einen Getreide-Stadel, in Eysten, Thal-Saas, ein Wohnhaus umgeworfen. Auf der Bergschaft Embd, in Schalb, stiess die Lawine, welche durch die vom Sturmwind aufgehäuften Schneewellen entstand, ein Haus und drei Scheunen um. Die Bewohner konnten sich mit genauer Noth durch die Fenster retten, aber drei Rindstücke wurden erdrückt. Kein Mann könne sich erinnern, einen so lange anhaltenden Sturm, wie diesen, erlebt zu haben. — Indessen verspürte man in Zermatt und noch an andern Orten im Visperthal fast gar keinen Wind, schneite aber an diesen Orten beständig fort, so dass in Findeln, ob Zermatt, 7 Fuss und im Dorf 5 Fuss und ob St. Niklaus in Jungen 6 Fuss hoher Schnee soll gefallen sein. Man erzählt auch, dass manche Fuhrleute ihre Weinladungen haben auf der Landstrasse müssen stehen lassen und die Pferde ausspannen, weil sie wegen dem fürchterlichen Ungewitter nicht vorwärts konnten. Dann folgte grosse Kälte. Am 23. d. war die Kälte 11 1/2, am 24. 14., am 25. 14 1/2 und am 26. 13 1/2 Grad. So wie zuvor Alles durchnässt war, zeigten jetzt die Fenster dichte Eisblumen, Strassen und Brunnen voll Eis und die Dächer umkränzt mit Eiskerzen. Aus den warmen Ställen, wo am Morgen und Abend das Vieh verpflegt wird, während die Stallpforte offen steht, steigt ein dichter Dunst, wie der Rauch eines brennenden Backofens in die Höhe. Die Leute gehen mit in Lumpen gehüllten Gesichtern, wie Bozen, fast stillschweigend neben einander vorüber, höchstens mit dem lakonischen Ausruf: „Schoch, schoch wie machts chalt, hüt is nit richtigs!" — Am 27. d. Morgens um 6 Uhr grosser Mondhof.
...
Laut „Walliser Bote" soll der letzte Föhnsturm im Walde ob dem Mayen in Sitten 10,000 Tannen und Lerchen umgeworfen haben. Die Luft war während dem Erdbeben warm, neblicht, Föhn, man hörte die Dachträufe gehen.
Im Gebiet St. Niklaus, Biffigwald, hat der schon angezeigte Föhnsturm einen ganzen Strich Wald, bei 3000 Stücke Waldbäume niedergerissen und entwurzelt.
(Q: Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich)
Sachbetreff: Föhnsturm, Kälte, Lawine
Jahreszeit: Herbst
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurnamen (Gemeinde):
Vispertal (Zeneggen) Koordinaten: 633863/633863
St. Niklaus (St. Niklaus) Koordinaten: 628032/628032
Original (detailiert):id: [5670] Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich
KE ID: 4033
Datum: 1893-01-22 ⏤ 1893-01-23
Quellentext:
[WB 5.02.1893; Nr. 5]:
Lötschen... Bis zum 21. Januar hatten wir einen sehr gelinden Winter zu verzeichnen. Doch der 22. und 23. Januar waren für die Bewohner hiesiger Gegend sehr bedenklich. Am Samstag Nachmittag den 2l. hörte man öfters ein fernes, grauenhaftes Tosen. Abends, ungefähr 5 Uhr, fing ein Sturmwind an so gewaltig zu peitschen, dass sich Jedermann ängstlich in seine Wohnung flüchtete. Immer heftiger wurde das Toben des Schneegestöbers; mit Macht stürmte der Orkan, so dass an manchen Orten die Häuser bis in den Grund erzitterten. Während der ganzen Nacht dauerte der Sturm; ohne Aufhören wüthete das entfesselte Element, das ohne Schonung ganze Dächer abdeckte. Bäume entwurzelte, ja so heftig war , daß selbst die wohlgebautesten Gemächer und die mächtigsten Stämme schaukelten und Mancher des Nachts im Bette gemeint haben mag, er sei auf der wilden Fluth des Ozeans. Welch ein Anblick war das Tags darauf! An vielen Orten lagen sogar Scheunen, Stadel, Mühlen und andere Gemächer ab dem Grund gefegt. So kam es an einer Stelle vor, daß während der junge Viehverpfleger mit einem Bündel Heu in den Stall sprang, drob die Scheune sammt dem Heuvorrath weggerissen wurde. Seit vielen Jahren hat wohl kein so heftiger Sturm unser Thal verheerend durchstreift, obwohl man jeden Winter an das Harte und Beschwerliche gewöhnt wird. Es sind hier im Ganzen wohl 8-10 Dächer ganz oder theilweise abgerissen und 8-10 Gemächer umgeworfen worden. In den Wäldern liegen die Bäume übereinander, so dass die Erstern Schlachtfeldern gleichen.
Am Sonntag legte sich der Sturm etwas, dafür fing es aber an so stark zu schneien, dass man in Zeit von 12 Stunden unten im Thale 1 Meter frischgefallenen Schnee durchwaten musste, während die Hirten oben auf den Alpen in gleicher Zeit denselben zu einer Höhe von 1 1/2-2 Meter, an einigen Stellen noch höher, anwachsen sahen. Manche Lawine stürzte donnernd von der Anhöhe in's Thal hinab, so dass das Echo weithin erscholl. Im Ganzen sind bei 10 Lawinen bis in die Lonza heruntergekommen. Doch, Gott sei Dank! sind die grösseren Gratzüge nicht angebrochen, sonst - Gott erbarm! Von einer derselben wurde ein Mann, M. Roth, fortgerissen, ist aber mit dem Schrecken davongekommen. An vielen Orten erschienen aber sogar Staublawinen, wo es sonst nie der Fall war.
Was die guten Leute, in erster Linie die Viehverpfleger, die an die 2 Stunden ob den Dörfern sind, und besonders die Bewohner der Gemeinde Blatten mit ihren 3 Weilern Alles ausstehen müssen, lässt sich wohl kaum ahnen. Das Rektorat von Blatten ist seit dem Tode des verstorbenen Hochw. Herrn Amaker vakant und die Leute müssen 1/2 Stunde weit bis in's Pfarrdorf Kippel zum Gottesdienste. Durch den schnellen und grossen Schneefall war jeder Verkehr des Thales mit Steg und Gampel, selbst derjenige der einzelnen Dörfer im Thale abgeschnitten. Die Post durfte 8 Tage lang auf dem Bureau von Gampel nicht mehr abgeholt werden. Es kommt bei solcher Witterung dann wohl öfters vor, dass die Glieder einer Familie 8-14 Tage einander nie alle sehen. ...
Lötschen... Bis zum 21. Januar hatten wir einen sehr gelinden Winter zu verzeichnen. Doch der 22. und 23. Januar waren für die Bewohner hiesiger Gegend sehr bedenklich. Am Samstag Nachmittag den 2l. hörte man öfters ein fernes, grauenhaftes Tosen. Abends, ungefähr 5 Uhr, fing ein Sturmwind an so gewaltig zu peitschen, dass sich Jedermann ängstlich in seine Wohnung flüchtete. Immer heftiger wurde das Toben des Schneegestöbers; mit Macht stürmte der Orkan, so dass an manchen Orten die Häuser bis in den Grund erzitterten. Während der ganzen Nacht dauerte der Sturm; ohne Aufhören wüthete das entfesselte Element, das ohne Schonung ganze Dächer abdeckte. Bäume entwurzelte, ja so heftig war , daß selbst die wohlgebautesten Gemächer und die mächtigsten Stämme schaukelten und Mancher des Nachts im Bette gemeint haben mag, er sei auf der wilden Fluth des Ozeans. Welch ein Anblick war das Tags darauf! An vielen Orten lagen sogar Scheunen, Stadel, Mühlen und andere Gemächer ab dem Grund gefegt. So kam es an einer Stelle vor, daß während der junge Viehverpfleger mit einem Bündel Heu in den Stall sprang, drob die Scheune sammt dem Heuvorrath weggerissen wurde. Seit vielen Jahren hat wohl kein so heftiger Sturm unser Thal verheerend durchstreift, obwohl man jeden Winter an das Harte und Beschwerliche gewöhnt wird. Es sind hier im Ganzen wohl 8-10 Dächer ganz oder theilweise abgerissen und 8-10 Gemächer umgeworfen worden. In den Wäldern liegen die Bäume übereinander, so dass die Erstern Schlachtfeldern gleichen.
Am Sonntag legte sich der Sturm etwas, dafür fing es aber an so stark zu schneien, dass man in Zeit von 12 Stunden unten im Thale 1 Meter frischgefallenen Schnee durchwaten musste, während die Hirten oben auf den Alpen in gleicher Zeit denselben zu einer Höhe von 1 1/2-2 Meter, an einigen Stellen noch höher, anwachsen sahen. Manche Lawine stürzte donnernd von der Anhöhe in's Thal hinab, so dass das Echo weithin erscholl. Im Ganzen sind bei 10 Lawinen bis in die Lonza heruntergekommen. Doch, Gott sei Dank! sind die grösseren Gratzüge nicht angebrochen, sonst - Gott erbarm! Von einer derselben wurde ein Mann, M. Roth, fortgerissen, ist aber mit dem Schrecken davongekommen. An vielen Orten erschienen aber sogar Staublawinen, wo es sonst nie der Fall war.
Was die guten Leute, in erster Linie die Viehverpfleger, die an die 2 Stunden ob den Dörfern sind, und besonders die Bewohner der Gemeinde Blatten mit ihren 3 Weilern Alles ausstehen müssen, lässt sich wohl kaum ahnen. Das Rektorat von Blatten ist seit dem Tode des verstorbenen Hochw. Herrn Amaker vakant und die Leute müssen 1/2 Stunde weit bis in's Pfarrdorf Kippel zum Gottesdienste. Durch den schnellen und grossen Schneefall war jeder Verkehr des Thales mit Steg und Gampel, selbst derjenige der einzelnen Dörfer im Thale abgeschnitten. Die Post durfte 8 Tage lang auf dem Bureau von Gampel nicht mehr abgeholt werden. Es kommt bei solcher Witterung dann wohl öfters vor, dass die Glieder einer Familie 8-14 Tage einander nie alle sehen. ...
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Lötschental
Sachbetreff: Sturm, Lawinen
Jahreszeit: Winter
Kategorien:
Wind ⇒ Sturm
Naturkatastrophe ⇒ Lawine
Flurname (Gemeinde):
Lötschental (Wiler) Koordinaten: 627935/627935[OuF]
Original (detailiert):id: [8161] Walliser Bote
Datum: 1893-01-22 ⏤ 1893-01-23
Quellentext:
[WB 5.02.1893; Nr. 5]:
Lötschen... Bis zum 21. Januar hatten wir einen sehr gelinden Winter zu verzeichnen. Doch der 22. und 23. Januar waren für die Bewohner hiesiger Gegend sehr bedenklich. Am Samstag Nachmittag den 2l. hörte man öfters ein fernes, grauenhaftes Tosen. Abends, ungefähr 5 Uhr, fing ein Sturmwind an so gewaltig zu peitschen, dass sich Jedermann ängstlich in seine Wohnung flüchtete. Immer heftiger wurde das Toben des Schneegestöbers; mit Macht stürmte der Orkan, so dass an manchen Orten die Häuser bis in den Grund erzitterten. Während der ganzen Nacht dauerte der Sturm; ohne Aufhören wüthete das entfesselte Element, das ohne Schonung ganze Dächer abdeckte. Bäume entwurzelte, ja so heftig war , daß selbst die wohlgebautesten Gemächer und die mächtigsten Stämme schaukelten und Mancher des Nachts im Bette gemeint haben mag, er sei auf der wilden Fluth des Ozeans. Welch ein Anblick war das Tags darauf! An vielen Orten lagen sogar Scheunen, Stadel, Mühlen und andere Gemächer ab dem Grund gefegt. So kam es an einer Stelle vor, daß während der junge Viehverpfleger mit einem Bündel Heu in den Stall sprang, drob die Scheune sammt dem Heuvorrath weggerissen wurde. Seit vielen Jahren hat wohl kein so heftiger Sturm unser Thal verheerend durchstreift, obwohl man jeden Winter an das Harte und Beschwerliche gewöhnt wird. Es sind hier im Ganzen wohl 8-10 Dächer ganz oder theilweise abgerissen und 8-10 Gemächer umgeworfen worden. In den Wäldern liegen die Bäume übereinander, so dass die Erstern Schlachtfeldern gleichen.
Am Sonntag legte sich der Sturm etwas, dafür fing es aber an so stark zu schneien, dass man in Zeit von 12 Stunden unten im Thale 1 Meter frischgefallenen Schnee durchwaten musste, während die Hirten oben auf den Alpen in gleicher Zeit denselben zu einer Höhe von 1 1/2-2 Meter, an einigen Stellen noch höher, anwachsen sahen. Manche Lawine stürzte donnernd von der Anhöhe in's Thal hinab, so dass das Echo weithin erscholl. Im Ganzen sind bei 10 Lawinen bis in die Lonza heruntergekommen. Doch, Gott sei Dank! sind die grösseren Gratzüge nicht angebrochen, sonst - Gott erbarm! Von einer derselben wurde ein Mann, M. Roth, fortgerissen, ist aber mit dem Schrecken davongekommen. An vielen Orten erschienen aber sogar Staublawinen, wo es sonst nie der Fall war.
Was die guten Leute, in erster Linie die Viehverpfleger, die an die 2 Stunden ob den Dörfern sind, und besonders die Bewohner der Gemeinde Blatten mit ihren 3 Weilern Alles ausstehen müssen, lässt sich wohl kaum ahnen. Das Rektorat von Blatten ist seit dem Tode des verstorbenen Hochw. Herrn Amaker vakant und die Leute müssen 1/2 Stunde weit bis in's Pfarrdorf Kippel zum Gottesdienste. Durch den schnellen und grossen Schneefall war jeder Verkehr des Thales mit Steg und Gampel, selbst derjenige der einzelnen Dörfer im Thale abgeschnitten. Die Post durfte 8 Tage lang auf dem Bureau von Gampel nicht mehr abgeholt werden. Es kommt bei solcher Witterung dann wohl öfters vor, dass die Glieder einer Familie 8-14 Tage einander nie alle sehen. ...
Original:
[WB 5.02.1893; Nr. 5]:Lötschen... Bis zum 21. Januar hatten wir einen sehr gelinden Winter zu verzeichnen. Doch der 22. und 23. Januar waren für die Bewohner hiesiger Gegend sehr bedenklich. Am Samstag Nachmittag den 2l. hörte man öfters ein fernes, grauenhaftes Tosen. Abends, ungefähr 5 Uhr, fing ein Sturmwind an so gewaltig zu peitschen, dass sich Jedermann ängstlich in seine Wohnung flüchtete. Immer heftiger wurde das Toben des Schneegestöbers; mit Macht stürmte der Orkan, so dass an manchen Orten die Häuser bis in den Grund erzitterten. Während der ganzen Nacht dauerte der Sturm; ohne Aufhören wüthete das entfesselte Element, das ohne Schonung ganze Dächer abdeckte. Bäume entwurzelte, ja so heftig war , daß selbst die wohlgebautesten Gemächer und die mächtigsten Stämme schaukelten und Mancher des Nachts im Bette gemeint haben mag, er sei auf der wilden Fluth des Ozeans. Welch ein Anblick war das Tags darauf! An vielen Orten lagen sogar Scheunen, Stadel, Mühlen und andere Gemächer ab dem Grund gefegt. So kam es an einer Stelle vor, daß während der junge Viehverpfleger mit einem Bündel Heu in den Stall sprang, drob die Scheune sammt dem Heuvorrath weggerissen wurde. Seit vielen Jahren hat wohl kein so heftiger Sturm unser Thal verheerend durchstreift, obwohl man jeden Winter an das Harte und Beschwerliche gewöhnt wird. Es sind hier im Ganzen wohl 8-10 Dächer ganz oder theilweise abgerissen und 8-10 Gemächer umgeworfen worden. In den Wäldern liegen die Bäume übereinander, so dass die Erstern Schlachtfeldern gleichen.
Am Sonntag legte sich der Sturm etwas, dafür fing es aber an so stark zu schneien, dass man in Zeit von 12 Stunden unten im Thale 1 Meter frischgefallenen Schnee durchwaten musste, während die Hirten oben auf den Alpen in gleicher Zeit denselben zu einer Höhe von 1 1/2-2 Meter, an einigen Stellen noch höher, anwachsen sahen. Manche Lawine stürzte donnernd von der Anhöhe in's Thal hinab, so dass das Echo weithin erscholl. Im Ganzen sind bei 10 Lawinen bis in die Lonza heruntergekommen. Doch, Gott sei Dank! sind die grösseren Gratzüge nicht angebrochen, sonst - Gott erbarm! Von einer derselben wurde ein Mann, M. Roth, fortgerissen, ist aber mit dem Schrecken davongekommen. An vielen Orten erschienen aber sogar Staublawinen, wo es sonst nie der Fall war.
Was die guten Leute, in erster Linie die Viehverpfleger, die an die 2 Stunden ob den Dörfern sind, und besonders die Bewohner der Gemeinde Blatten mit ihren 3 Weilern Alles ausstehen müssen, lässt sich wohl kaum ahnen. Das Rektorat von Blatten ist seit dem Tode des verstorbenen Hochw. Herrn Amaker vakant und die Leute müssen 1/2 Stunde weit bis in's Pfarrdorf Kippel zum Gottesdienste. Durch den schnellen und grossen Schneefall war jeder Verkehr des Thales mit Steg und Gampel, selbst derjenige der einzelnen Dörfer im Thale abgeschnitten. Die Post durfte 8 Tage lang auf dem Bureau von Gampel nicht mehr abgeholt werden. Es kommt bei solcher Witterung dann wohl öfters vor, dass die Glieder einer Familie 8-14 Tage einander nie alle sehen. ...
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Sturm, Lawinen
Jahreszeit: Winter
Kategorien:
Wind ⇒ Sturm
Naturkatastrophe ⇒ Lawine
Flurname (Gemeinde):
Lötschental (Wiler) Koordinaten: 627935/627935
Original (detailiert):id: [8161] Walliser Bote
KE ID: 4093
Datum: 1895-12-07 ⏤ 1895-12-08
Quellentext:
[WB 14.12.1895; Nr. 50]:
Sturm. Aus den verschiedensten Gegenden der Schweiz und des Auslandes werden große Verheerungen gemeldet, welche Ende letzte Woche heftige Stürme angerichtet haben. Unser in diesem Jahre besonders hart heimgesuchte Kanton ist ebenfalls nicht verschont geblieben. In der Nacht 7./8. Dezember hat ein orkanartiger Sturmwind verschiedenerorts bedeutenden Schaden gestiftet. In der Umgegend von Leukerbad wurden 17. Dächer abgehoben und weggetragen und ein prächtiger junger Wald (3-400 Stämme) niedergemäht. Auch im Bietschthal bei Raron sollen die Waldbestände enorm gelitten haben. Aus Zermatt berichtet man von zahlreichen weggewehten Oekonomiegebäuden, weggerissenen Dächern und entwurzelten Bäumen. Nicht minder wüthete der Orkan im Entremontthal, wo bei Orsieres ein Wald zerstört wurde. An der Furclazstraße wurden mehrere Alphütten vollständig weggefegt.
[CF 21.12.1895; Nr. 102]:
L'Ouragan du 7 décembre.
L'ouragan du 7 décembre qui a été d'une violence dont on n'a pas d'exemple, restera certainement dans la mémoire de nos populations. Ce n'est que peu à peu que l'on en apprend les détails désolants. Les dégâts qu'il a faits sont considérables, il n'est pas encore possible de les apprécier à l'heure qu'il est.
Dans la commune de Martigny-Combe, le long de la montée de la Forclaz, un certain nombre de chalets ont été littéralement découverts, et les bardeaux des toits transportés à des distances incroyables. Au col de la Forclaz, la moitié de la toiture du charmant petit hôtel-pension «La Fougère» a été violemment projetée sur la route. Un troupeau de 70 chèvres n'ayant pas reparu au bercail, quelques courageux propriétaires se mirent le lendemain à leur recherche, malgré le vent et les amoncellements de neige, et parvirent à le retrouver blotti contres des rochers et n'ayant pas trop souffert. Dans la vallée du Trient, il y a aussi eu beaucoup de dégâts ; nombre d'habitations ont souffert. Dans la vallée de Champex, l'ouragan a causé d'importants dommages ; les toits des chalets s'en sont allés de tous les côtés, de jeunes forêts ont été déracinées ; on compte dans la commune de Bovernier, de quatre à cinq mille plantes jonchant le sol.
On signale également d'importants désastres dans la vallée d'Entremont. Liddes surtout aurait beaucoup souffert ; une forêt qui protège le village contre le danger des avalanches aurait été en partie détruite. Dans les hameaux supérieurs de la commune de Fully, où d'ordinaire, règne un temps des plus calmes, le vent soufflait avec une telle rage que les habitants craignant pour leur existence, se réfugièrent pendant la nuit dans des caves.
Dans le Haut-Valais les mêmes dégâts sont signalés : Zermatt surtout a été fort maltraité, la toiture de l'hôtel construit au sommet du Gornergrat a été enlevée.
A Staldenried le clocher de la chapelle a été renversé.
Dans le Ba-Valais, la vallée d Illiez n'a pas non plus été épargnée, pas plus que Morgins ; ce n'est partout que toitures fortement dégradées ou enlevées de toute pièce, arbres déracinés, etc.
La commune d'Orsières est une de celles qui a le plus souffert de l'ouragan.
« Jamais, écrit-on de cette localité, le territoire de la commune d'Orsières n'avait été le théâtre d'une semblable furie des éléments. De grandes parties de forêts entières ont été, en deux jours, couchées sous les coups du vent, comme le blé sous la faux du moissonneur. Dans la campagne et daus les bois des arbres séculaires, au tronc sain, aux racines puissantes et profondes, ont été déracinés comme des fétus et projetés sur le sol.
Beaucoup de toits ont été dépouillés en tout ou partie de leurs ardoises massives, plusieurs bâtiments à demi ou complètement renversés.
L'effroyable cyclone — car c'est bien un cyclone qui nous a visité — s'est promené partout dans les vallées d'Orsières et de Ferrer. au fond de la vallée et sur les flancs, et a semé I partout la dévastation et amoncelé les ruines. Les 2000 hectares de forêts de la commune bourgeoise, les forêts particulières, les arbres fruitiers, ont considérablement souffert.
On évalue à plus de 100,000 francs de valeur les bois abattus par l'ouragan. L'expertise que l'administration communale va demander dira si cette évaluation est bien l'expression de la réalité.
On gardera longtemps en Entremont le souvenir de ces deux terribles et funestes journées. »
A Vex, trois jeunes filles qui couchaient ce soir-là dans un « mayen », ont vu, à un certain moment, le toit se soulever et rester quelques instants suspendu à deux mètres au-dessus des murs ; puis il fut projeté au loin avec un fracas horrible. A demi mortes de peur, ces jeunes filles ont cru que c'était l'archange Michel venant annoncer la fin du monde !
Les dégâts dans la forêt supérieure sont considérables.
Dans les forêts de Savièse, les dégâts sont aussi considérables.
Dans le Pays d'Enhaut, l'ouragan du 7 décembre a fut beaucoup de mal, surtout dans les hautes vallées. Un grand nombre de chalets ont été endommagés, et les sapins abattus par le tourbillon se comptaient par centaines.
A Guttanen, dans le canton de Berne, quarante bâtiments ont été plus ou moins endommagés par l'ouragan du 7 décembre. Quelques-uns ont perdu leur toiture. De grosses poutres ont été transportées jusqu'à cent mètres de distauce. C'est la partie snd du village qui a le plus souflart. Il n'y a heureusement aucun accident de personne ; le bétail aussi a été préservé.
On évalue à 50,000 fr. le chiffre des dégâts.
Sturm. Aus den verschiedensten Gegenden der Schweiz und des Auslandes werden große Verheerungen gemeldet, welche Ende letzte Woche heftige Stürme angerichtet haben. Unser in diesem Jahre besonders hart heimgesuchte Kanton ist ebenfalls nicht verschont geblieben. In der Nacht 7./8. Dezember hat ein orkanartiger Sturmwind verschiedenerorts bedeutenden Schaden gestiftet. In der Umgegend von Leukerbad wurden 17. Dächer abgehoben und weggetragen und ein prächtiger junger Wald (3-400 Stämme) niedergemäht. Auch im Bietschthal bei Raron sollen die Waldbestände enorm gelitten haben. Aus Zermatt berichtet man von zahlreichen weggewehten Oekonomiegebäuden, weggerissenen Dächern und entwurzelten Bäumen. Nicht minder wüthete der Orkan im Entremontthal, wo bei Orsieres ein Wald zerstört wurde. An der Furclazstraße wurden mehrere Alphütten vollständig weggefegt.
(Q: Walliser Bote)
***
[CF 21.12.1895; Nr. 102]:
L'Ouragan du 7 décembre.
L'ouragan du 7 décembre qui a été d'une violence dont on n'a pas d'exemple, restera certainement dans la mémoire de nos populations. Ce n'est que peu à peu que l'on en apprend les détails désolants. Les dégâts qu'il a faits sont considérables, il n'est pas encore possible de les apprécier à l'heure qu'il est.
Dans la commune de Martigny-Combe, le long de la montée de la Forclaz, un certain nombre de chalets ont été littéralement découverts, et les bardeaux des toits transportés à des distances incroyables. Au col de la Forclaz, la moitié de la toiture du charmant petit hôtel-pension «La Fougère» a été violemment projetée sur la route. Un troupeau de 70 chèvres n'ayant pas reparu au bercail, quelques courageux propriétaires se mirent le lendemain à leur recherche, malgré le vent et les amoncellements de neige, et parvirent à le retrouver blotti contres des rochers et n'ayant pas trop souffert. Dans la vallée du Trient, il y a aussi eu beaucoup de dégâts ; nombre d'habitations ont souffert. Dans la vallée de Champex, l'ouragan a causé d'importants dommages ; les toits des chalets s'en sont allés de tous les côtés, de jeunes forêts ont été déracinées ; on compte dans la commune de Bovernier, de quatre à cinq mille plantes jonchant le sol.
On signale également d'importants désastres dans la vallée d'Entremont. Liddes surtout aurait beaucoup souffert ; une forêt qui protège le village contre le danger des avalanches aurait été en partie détruite. Dans les hameaux supérieurs de la commune de Fully, où d'ordinaire, règne un temps des plus calmes, le vent soufflait avec une telle rage que les habitants craignant pour leur existence, se réfugièrent pendant la nuit dans des caves.
Dans le Haut-Valais les mêmes dégâts sont signalés : Zermatt surtout a été fort maltraité, la toiture de l'hôtel construit au sommet du Gornergrat a été enlevée.
A Staldenried le clocher de la chapelle a été renversé.
Dans le Ba-Valais, la vallée d Illiez n'a pas non plus été épargnée, pas plus que Morgins ; ce n'est partout que toitures fortement dégradées ou enlevées de toute pièce, arbres déracinés, etc.
La commune d'Orsières est une de celles qui a le plus souffert de l'ouragan.
« Jamais, écrit-on de cette localité, le territoire de la commune d'Orsières n'avait été le théâtre d'une semblable furie des éléments. De grandes parties de forêts entières ont été, en deux jours, couchées sous les coups du vent, comme le blé sous la faux du moissonneur. Dans la campagne et daus les bois des arbres séculaires, au tronc sain, aux racines puissantes et profondes, ont été déracinés comme des fétus et projetés sur le sol.
Beaucoup de toits ont été dépouillés en tout ou partie de leurs ardoises massives, plusieurs bâtiments à demi ou complètement renversés.
L'effroyable cyclone — car c'est bien un cyclone qui nous a visité — s'est promené partout dans les vallées d'Orsières et de Ferrer. au fond de la vallée et sur les flancs, et a semé I partout la dévastation et amoncelé les ruines. Les 2000 hectares de forêts de la commune bourgeoise, les forêts particulières, les arbres fruitiers, ont considérablement souffert.
On évalue à plus de 100,000 francs de valeur les bois abattus par l'ouragan. L'expertise que l'administration communale va demander dira si cette évaluation est bien l'expression de la réalité.
On gardera longtemps en Entremont le souvenir de ces deux terribles et funestes journées. »
A Vex, trois jeunes filles qui couchaient ce soir-là dans un « mayen », ont vu, à un certain moment, le toit se soulever et rester quelques instants suspendu à deux mètres au-dessus des murs ; puis il fut projeté au loin avec un fracas horrible. A demi mortes de peur, ces jeunes filles ont cru que c'était l'archange Michel venant annoncer la fin du monde !
Les dégâts dans la forêt supérieure sont considérables.
Dans les forêts de Savièse, les dégâts sont aussi considérables.
Dans le Pays d'Enhaut, l'ouragan du 7 décembre a fut beaucoup de mal, surtout dans les hautes vallées. Un grand nombre de chalets ont été endommagés, et les sapins abattus par le tourbillon se comptaient par centaines.
A Guttanen, dans le canton de Berne, quarante bâtiments ont été plus ou moins endommagés par l'ouragan du 7 décembre. Quelques-uns ont perdu leur toiture. De grosses poutres ont été transportées jusqu'à cent mètres de distauce. C'est la partie snd du village qui a le plus souflart. Il n'y a heureusement aucun accident de personne ; le bétail aussi a été préservé.
On évalue à 50,000 fr. le chiffre des dégâts.
(Q: Confédéré, Le)
Ortsbetreff: Leukerbad, Bietschtal, Entremont
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurnamen (Gemeinde):
Leukerbad (Leukerbad) Koordinaten: 614547/614547[OuF]
Val d'Entremont (Liddes) Koordinaten: 580886/580886
Martigny-Combe (Martigny-Combe) Koordinaten: 570359/570359
Trient (Trient) Koordinaten: 565602/565602
Bovernier (Bovernier) Koordinaten: 572821/572821
Fully (Fully) Koordinaten: 574924/574924
Staldenried (Staldenried) Koordinaten: 634607/634607[OuF]
Orsières (Orsières) Koordinaten: 577360/577360
Bietschtal (Raron) Koordinaten: 630731/630731[OuF]
Zermatt (Zermatt) Koordinaten: 623812/623812[OuF]
Liddes (Liddes) Koordinaten: 580433/580433
Val d'Illiez (Val-d'Illiez) Koordinaten: 559193/559193
Savièse (Savièse) Koordinaten: 592546/592546
Col de la Forclaz (Trient) Koordinaten: 566180/566180
Champex (Orsières) Koordinaten: 575297/575297
Gornergrad, der (Zermatt) Koordinaten: 626859/626859[OuF]
Originale (detailiert):id: [8225] Walliser Bote
id: [9390] Le Confédéré
Datum: 1895-12-07 ⏤ 1895-12-08
Quellentext:
[WB 14.12.1895; Nr. 50]:
Sturm. Aus den verschiedensten Gegenden der Schweiz und des Auslandes werden große Verheerungen gemeldet, welche Ende letzte Woche heftige Stürme angerichtet haben. Unser in diesem Jahre besonders hart heimgesuchte Kanton ist ebenfalls nicht verschont geblieben. In der Nacht 7./8. Dezember hat ein orkanartiger Sturmwind verschiedenerorts bedeutenden Schaden gestiftet. In der Umgegend von Leukerbad wurden 17. Dächer abgehoben und weggetragen und ein prächtiger junger Wald (3-400 Stämme) niedergemäht. Auch im Bietschthal bei Raron sollen die Waldbestände enorm gelitten haben. Aus Zermatt berichtet man von zahlreichen weggewehten Oekonomiegebäuden, weggerissenen Dächern und entwurzelten Bäumen. Nicht minder wüthete der Orkan im Entremontthal, wo bei Orsieres ein Wald zerstört wurde. An der Furclazstraße wurden mehrere Alphütten vollständig weggefegt.
[CF 21.12.1895; Nr. 102]:
L'Ouragan du 7 décembre.
L'ouragan du 7 décembre qui a été d'une violence dont on n'a pas d'exemple, restera certainement dans la mémoire de nos populations. Ce n'est que peu à peu que l'on en apprend les détails désolants. Les dégâts qu'il a faits sont considérables, il n'est pas encore possible de les apprécier à l'heure qu'il est.
Dans la commune de Martigny-Combe, le long de la montée de la Forclaz, un certain nombre de chalets ont été littéralement découverts, et les bardeaux des toits transportés à des distances incroyables. Au col de la Forclaz, la moitié de la toiture du charmant petit hôtel-pension «La Fougère» a été violemment projetée sur la route. Un troupeau de 70 chèvres n'ayant pas reparu au bercail, quelques courageux propriétaires se mirent le lendemain à leur recherche, malgré le vent et les amoncellements de neige, et parvirent à le retrouver blotti contres des rochers et n'ayant pas trop souffert. Dans la vallée du Trient, il y a aussi eu beaucoup de dégâts ; nombre d'habitations ont souffert. Dans la vallée de Champex, l'ouragan a causé d'importants dommages ; les toits des chalets s'en sont allés de tous les côtés, de jeunes forêts ont été déracinées ; on compte dans la commune de Bovernier, de quatre à cinq mille plantes jonchant le sol.
On signale également d'importants désastres dans la vallée d'Entremont. Liddes surtout aurait beaucoup souffert ; une forêt qui protège le village contre le danger des avalanches aurait été en partie détruite. Dans les hameaux supérieurs de la commune de Fully, où d'ordinaire, règne un temps des plus calmes, le vent soufflait avec une telle rage que les habitants craignant pour leur existence, se réfugièrent pendant la nuit dans des caves.
Dans le Haut-Valais les mêmes dégâts sont signalés : Zermatt surtout a été fort maltraité, la toiture de l'hôtel construit au sommet du Gornergrat a été enlevée.
A Staldenried le clocher de la chapelle a été renversé.
Dans le Ba-Valais, la vallée d Illiez n'a pas non plus été épargnée, pas plus que Morgins ; ce n'est partout que toitures fortement dégradées ou enlevées de toute pièce, arbres déracinés, etc.
La commune d'Orsières est une de celles qui a le plus souffert de l'ouragan.
« Jamais, écrit-on de cette localité, le territoire de la commune d'Orsières n'avait été le théâtre d'une semblable furie des éléments. De grandes parties de forêts entières ont été, en deux jours, couchées sous les coups du vent, comme le blé sous la faux du moissonneur. Dans la campagne et daus les bois des arbres séculaires, au tronc sain, aux racines puissantes et profondes, ont été déracinés comme des fétus et projetés sur le sol.
Beaucoup de toits ont été dépouillés en tout ou partie de leurs ardoises massives, plusieurs bâtiments à demi ou complètement renversés.
L'effroyable cyclone — car c'est bien un cyclone qui nous a visité — s'est promené partout dans les vallées d'Orsières et de Ferrer. au fond de la vallée et sur les flancs, et a semé I partout la dévastation et amoncelé les ruines. Les 2000 hectares de forêts de la commune bourgeoise, les forêts particulières, les arbres fruitiers, ont considérablement souffert.
On évalue à plus de 100,000 francs de valeur les bois abattus par l'ouragan. L'expertise que l'administration communale va demander dira si cette évaluation est bien l'expression de la réalité.
On gardera longtemps en Entremont le souvenir de ces deux terribles et funestes journées. »
A Vex, trois jeunes filles qui couchaient ce soir-là dans un « mayen », ont vu, à un certain moment, le toit se soulever et rester quelques instants suspendu à deux mètres au-dessus des murs ; puis il fut projeté au loin avec un fracas horrible. A demi mortes de peur, ces jeunes filles ont cru que c'était l'archange Michel venant annoncer la fin du monde !
Les dégâts dans la forêt supérieure sont considérables.
Dans les forêts de Savièse, les dégâts sont aussi considérables.
Dans le Pays d'Enhaut, l'ouragan du 7 décembre a fut beaucoup de mal, surtout dans les hautes vallées. Un grand nombre de chalets ont été endommagés, et les sapins abattus par le tourbillon se comptaient par centaines.
A Guttanen, dans le canton de Berne, quarante bâtiments ont été plus ou moins endommagés par l'ouragan du 7 décembre. Quelques-uns ont perdu leur toiture. De grosses poutres ont été transportées jusqu'à cent mètres de distauce. C'est la partie snd du village qui a le plus souflart. Il n'y a heureusement aucun accident de personne ; le bétail aussi a été préservé.
On évalue à 50,000 fr. le chiffre des dégâts.
Originale:
[WB 14.12.1895; Nr. 50]:Sturm. Aus den verschiedensten Gegenden der Schweiz und des Auslandes werden große Verheerungen gemeldet, welche Ende letzte Woche heftige Stürme angerichtet haben. Unser in diesem Jahre besonders hart heimgesuchte Kanton ist ebenfalls nicht verschont geblieben. In der Nacht 7./8. Dezember hat ein orkanartiger Sturmwind verschiedenerorts bedeutenden Schaden gestiftet. In der Umgegend von Leukerbad wurden 17. Dächer abgehoben und weggetragen und ein prächtiger junger Wald (3-400 Stämme) niedergemäht. Auch im Bietschthal bei Raron sollen die Waldbestände enorm gelitten haben. Aus Zermatt berichtet man von zahlreichen weggewehten Oekonomiegebäuden, weggerissenen Dächern und entwurzelten Bäumen. Nicht minder wüthete der Orkan im Entremontthal, wo bei Orsieres ein Wald zerstört wurde. An der Furclazstraße wurden mehrere Alphütten vollständig weggefegt.
(Q: Walliser Bote)
***
[CF 21.12.1895; Nr. 102]:
L'Ouragan du 7 décembre.
L'ouragan du 7 décembre qui a été d'une violence dont on n'a pas d'exemple, restera certainement dans la mémoire de nos populations. Ce n'est que peu à peu que l'on en apprend les détails désolants. Les dégâts qu'il a faits sont considérables, il n'est pas encore possible de les apprécier à l'heure qu'il est.
Dans la commune de Martigny-Combe, le long de la montée de la Forclaz, un certain nombre de chalets ont été littéralement découverts, et les bardeaux des toits transportés à des distances incroyables. Au col de la Forclaz, la moitié de la toiture du charmant petit hôtel-pension «La Fougère» a été violemment projetée sur la route. Un troupeau de 70 chèvres n'ayant pas reparu au bercail, quelques courageux propriétaires se mirent le lendemain à leur recherche, malgré le vent et les amoncellements de neige, et parvirent à le retrouver blotti contres des rochers et n'ayant pas trop souffert. Dans la vallée du Trient, il y a aussi eu beaucoup de dégâts ; nombre d'habitations ont souffert. Dans la vallée de Champex, l'ouragan a causé d'importants dommages ; les toits des chalets s'en sont allés de tous les côtés, de jeunes forêts ont été déracinées ; on compte dans la commune de Bovernier, de quatre à cinq mille plantes jonchant le sol.
On signale également d'importants désastres dans la vallée d'Entremont. Liddes surtout aurait beaucoup souffert ; une forêt qui protège le village contre le danger des avalanches aurait été en partie détruite. Dans les hameaux supérieurs de la commune de Fully, où d'ordinaire, règne un temps des plus calmes, le vent soufflait avec une telle rage que les habitants craignant pour leur existence, se réfugièrent pendant la nuit dans des caves.
Dans le Haut-Valais les mêmes dégâts sont signalés : Zermatt surtout a été fort maltraité, la toiture de l'hôtel construit au sommet du Gornergrat a été enlevée.
A Staldenried le clocher de la chapelle a été renversé.
Dans le Ba-Valais, la vallée d Illiez n'a pas non plus été épargnée, pas plus que Morgins ; ce n'est partout que toitures fortement dégradées ou enlevées de toute pièce, arbres déracinés, etc.
La commune d'Orsières est une de celles qui a le plus souffert de l'ouragan.
« Jamais, écrit-on de cette localité, le territoire de la commune d'Orsières n'avait été le théâtre d'une semblable furie des éléments. De grandes parties de forêts entières ont été, en deux jours, couchées sous les coups du vent, comme le blé sous la faux du moissonneur. Dans la campagne et daus les bois des arbres séculaires, au tronc sain, aux racines puissantes et profondes, ont été déracinés comme des fétus et projetés sur le sol.
Beaucoup de toits ont été dépouillés en tout ou partie de leurs ardoises massives, plusieurs bâtiments à demi ou complètement renversés.
L'effroyable cyclone — car c'est bien un cyclone qui nous a visité — s'est promené partout dans les vallées d'Orsières et de Ferrer. au fond de la vallée et sur les flancs, et a semé I partout la dévastation et amoncelé les ruines. Les 2000 hectares de forêts de la commune bourgeoise, les forêts particulières, les arbres fruitiers, ont considérablement souffert.
On évalue à plus de 100,000 francs de valeur les bois abattus par l'ouragan. L'expertise que l'administration communale va demander dira si cette évaluation est bien l'expression de la réalité.
On gardera longtemps en Entremont le souvenir de ces deux terribles et funestes journées. »
A Vex, trois jeunes filles qui couchaient ce soir-là dans un « mayen », ont vu, à un certain moment, le toit se soulever et rester quelques instants suspendu à deux mètres au-dessus des murs ; puis il fut projeté au loin avec un fracas horrible. A demi mortes de peur, ces jeunes filles ont cru que c'était l'archange Michel venant annoncer la fin du monde !
Les dégâts dans la forêt supérieure sont considérables.
Dans les forêts de Savièse, les dégâts sont aussi considérables.
Dans le Pays d'Enhaut, l'ouragan du 7 décembre a fut beaucoup de mal, surtout dans les hautes vallées. Un grand nombre de chalets ont été endommagés, et les sapins abattus par le tourbillon se comptaient par centaines.
A Guttanen, dans le canton de Berne, quarante bâtiments ont été plus ou moins endommagés par l'ouragan du 7 décembre. Quelques-uns ont perdu leur toiture. De grosses poutres ont été transportées jusqu'à cent mètres de distauce. C'est la partie snd du village qui a le plus souflart. Il n'y a heureusement aucun accident de personne ; le bétail aussi a été préservé.
On évalue à 50,000 fr. le chiffre des dégâts.
(Q: Confédéré, Le)
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurnamen (Gemeinde):
Leukerbad (Leukerbad) Koordinaten: 614547/614547
Val d'Entremont (Liddes) Koordinaten: 580886/580886
Martigny-Combe (Martigny-Combe) Koordinaten: 570359/570359
Trient (Trient) Koordinaten: 565602/565602
Bovernier (Bovernier) Koordinaten: 572821/572821
Fully (Fully) Koordinaten: 574924/574924
Staldenried (Staldenried) Koordinaten: 634607/634607
Orsières (Orsières) Koordinaten: 577360/577360
Bietschtal (Raron) Koordinaten: 630731/630731
Zermatt (Zermatt) Koordinaten: 623812/623812
Liddes (Liddes) Koordinaten: 580433/580433
Val d'Illiez (Val-d'Illiez) Koordinaten: 559193/559193
Savièse (Savièse) Koordinaten: 592546/592546
Col de la Forclaz (Trient) Koordinaten: 566180/566180
Champex (Orsières) Koordinaten: 575297/575297
Gornergrad, der (Zermatt) Koordinaten: 626859/626859
Originale (detailiert):id: [8225] Walliser Bote
id: [9390] Le Confédéré
KE ID: 4232
Datum: 1902-12-18 ⏤ 1902-12-19
Quellentext:
[WB 27.12.1902; Nr. 103]:
Lötschen. (Korr.) Auch hier hat der Sturm in letzter Zeit an Wäldern und Gebäuden ziemlich viel Schaden angerichtet. Auf den Sturm folgte Schneefall und man hörte schon Lawinen krachen; zum Glücke haben aber diese wenig geschadet.
Lötschen. (Korr.) Auch hier hat der Sturm in letzter Zeit an Wäldern und Gebäuden ziemlich viel Schaden angerichtet. Auf den Sturm folgte Schneefall und man hörte schon Lawinen krachen; zum Glücke haben aber diese wenig geschadet.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Lötschen
Sachbetreff: Sturm, Schneefall, Lawinen
Jahreszeit: Winter
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Lawine
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Lötschental (Wiler) Koordinaten: 627935/627935[OuF]
Original (detailiert):id: [8397] Walliser Bote
Datum: 1902-12-18 ⏤ 1902-12-19
Quellentext:
[WB 27.12.1902; Nr. 103]:
Lötschen. (Korr.) Auch hier hat der Sturm in letzter Zeit an Wäldern und Gebäuden ziemlich viel Schaden angerichtet. Auf den Sturm folgte Schneefall und man hörte schon Lawinen krachen; zum Glücke haben aber diese wenig geschadet.
Original:
[WB 27.12.1902; Nr. 103]:Lötschen. (Korr.) Auch hier hat der Sturm in letzter Zeit an Wäldern und Gebäuden ziemlich viel Schaden angerichtet. Auf den Sturm folgte Schneefall und man hörte schon Lawinen krachen; zum Glücke haben aber diese wenig geschadet.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Sturm, Schneefall, Lawinen
Jahreszeit: Winter
Kategorien:
Naturkatastrophe ⇒ Lawine
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Lötschental (Wiler) Koordinaten: 627935/627935
Original (detailiert):id: [8397] Walliser Bote
KE ID: 4417
Datum: 1909-10-27
Quellentext:
[WB 30.10.1909; Nr. 87]:
Unterwallis. Der Föhn wehte am Mittwoch in der Rhoneebene mit grosser Heftigkeit. In Monthey wurden zwei Mauern der Fabrik für chemische Produkte zerstört. Der Schaden beläuft sich auf 25,000 Fr. In Choex wurden einige prächtige Kastanienbäume umgerissen.
Unterwallis. Der Föhn wehte am Mittwoch in der Rhoneebene mit grosser Heftigkeit. In Monthey wurden zwei Mauern der Fabrik für chemische Produkte zerstört. Der Schaden beläuft sich auf 25,000 Fr. In Choex wurden einige prächtige Kastanienbäume umgerissen.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Monthey
Sachbetreff: Föhnsturm
Jahreszeit: Herbst
Kategorien:
Wind ⇒ Sturm
Wind ⇒ Föhn
Flurname (Gemeinde):
Monthey (Monthey) Koordinaten: 562688/562688
Original (detailiert):id: [8622] Walliser Bote
Datum: 1909-10-27
Quellentext:
[WB 30.10.1909; Nr. 87]:
Unterwallis. Der Föhn wehte am Mittwoch in der Rhoneebene mit grosser Heftigkeit. In Monthey wurden zwei Mauern der Fabrik für chemische Produkte zerstört. Der Schaden beläuft sich auf 25,000 Fr. In Choex wurden einige prächtige Kastanienbäume umgerissen.
Original:
[WB 30.10.1909; Nr. 87]:Unterwallis. Der Föhn wehte am Mittwoch in der Rhoneebene mit grosser Heftigkeit. In Monthey wurden zwei Mauern der Fabrik für chemische Produkte zerstört. Der Schaden beläuft sich auf 25,000 Fr. In Choex wurden einige prächtige Kastanienbäume umgerissen.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Föhnsturm
Jahreszeit: Herbst
Kategorien:
Wind ⇒ Sturm
Wind ⇒ Föhn
Flurname (Gemeinde):
Monthey (Monthey) Koordinaten: 562688/562688
Original (detailiert):id: [8622] Walliser Bote
KE ID: 4693
Datum: 1920-01-14
Quellentext:
[WB 17.1.1920; Nr. 5]:
Zur letzten Wetterkatastrophe.
[...]
Glis. Der Sturm vom 14. ds. setzte hier mit einer solchen Gewalt ein, daß er in der schönen Pappel-Allee von Brig-GIis einige Bäume niederschlug.
Zur letzten Wetterkatastrophe.
Lötschental. Gott sei Dank haben auch die Lötschentaler die Schnee- und Wasserbelastung mit der Hilfe Gottes glücklich bestanden. Man berichtet uns:
Angst zu haben war schon. In Goppenstein ist das Bett der Lonza stundenlang trocken geblieben, bis die Lonza wieder durchbrach, viel Holz mitführend. Im Tale selbst sind einige erdige Lawinenzüge, die offenbar im Frühjahr große Räumungsarbeiten heischen. Auch drei Scheunen wurden weggefegt, teilweise noch mit Heuvorräten. Mau hört schon seltener mehr klagen: „Es gibt keinen rechten Winter mehr uud keinen rechten Sommer." Beides ist wieder da. Die Firne wachsen, die GIetscher rücken vor, die Lawinen gehen Wege, die sie seit Menschengedenken nie mehr betreten. Darum sollte man auch vorsichtiger und frömmer werden.
Vom Simplon-Hospiz. Es wird uns gemeldet: Seit Mitte Oktober haben wir beständig [...] Wetter. Letzter Tage fielen 2 M. Neuschnee. Der Schlittenverkehr
ist für mehrere Tage unmöglich. Die Briefpost wird durch die Straßenwärter befördert.
Saastal. Von Saas kommt die erfreuliche Meldung daß alle Lawinenfälle, ohne weiteres Unglück zu schaffen, sich vollzogen.
Täsch. Der Neuschnee erreichte hier die Höhe von über 2 Meter. Alle Lawinen sind gebrochen und zu Tale gestürzt und haben großen Schaden angerichtet, am meisten die große Lawine im Täschwang.
Diese nahm nicht ihren gewohnten Lauf, sondern ergoß sich oberhalb der sog. "Metjen" in den prachtvollen Tannenwald, den sie von oben bis unten niederschlug. Tausende von Stämmen sind zerschlagen und liegen im Tal. Acht Scheunen und Ställe mit viel Heuvorräten wurden ebendaselbst untergemacht und 18 Schafe erstickt. Der Schaden ist auf 30,000 Fr. zu berechnen.
Randa. Hoch ob der Wildi brach eine große Lawine, die glücklicherweise ob dem Dörfchen fast im rechten Winkel ihre eingeschlagene Bahn änderte und sich gegen die Säge wendete. Diese und einige Scheunen und Ställe wurden zerstört.
Eisten. (Korr.) Seit genau 8 Tagen herrscht das peinlichste Wetter. Schnee, Regen, Gugsa, Wind alles wild durcheinander. In all diesen Tagen waren wir und mit uns das ganze Saastal von jeglichem Postverkehr, auch Briefpost völlig abgeschnitten. Auch das Telephon ist beständig unterbrochen. Schnee ist im Tale zwar verhältnismäßig wenig, in den Bergen müssen aber große Massen liegen, denn die Lawinen in den Gräben sind ungeheuer. wie noch nie. Um die Straße zu öffnen, gedenkt man gleich Tunnels zu bohren. Man berechnet, daß dies nur die Gemeinde Eisten gegen 1500 Fr. kosten werde. Gott sei Dank sind wir bis jetzt von weiterm Unglück verschont geblieben. Skier, die aus Saas kamen, meldeten, daß auch da kein Unglück zu verzeichnen sei.
Törbel. Die Gemeindestraße zwischen Stalden und Törbel wurde verschüttet. In den Voralpen haben die Aelpler wegen des letzten großen Schneefalles die größte Mühe, das Umzügeln mit dem Vieh zu bewerkstelligen.
Glis. Der Sturm vom 14. ds. setzte hier mit einer solchen Gewalt ein, daß er in der schönen Pappel-Allee von Brig-GIis einige Bäume niederschlug.
St. German. (Korr.) Durch die furchbaren Detonationen der schweren Sprengminen am Lötschberg sind die Felsen oberhalb St. German teilweise zerrissen worden und wie vor Jahren, zur Zeit des Bahnbaues,so sind auch jetzt wieder, durch langanhaltendes Regenwetter begünstigt große Felsmassen ins Rutschen gekommen. Um 1 1/2 Uhr nachmittags löste sich ein schwcrer Felsblock los, riß einen schönen Wald nieder, verwüstete mehrere Wiesen und Weinberge, tötete mehrere Schafe und bedrohte das dorf selbst, da Steine von 2 bis 5 Kubikmeter bis an das Waschhaus kamen und teilweise demolierten. An einer zweiten Stelle, gerade über dem Dorfe, bemerkt man meterbreite und sehr tiefe Schründe und die Bewohner fürchten noch schwerern schaden. (Korr. v. 13. ds.) A. H.
Saas-Fee. Trotz reichlichem Schnee ist hier die ganze Sturmperiode ohne Unglück verlaufen.
Embd. (Korr. v. 12. ds.) In Embd hat es Dienstag stark geregnet, während in den höhern Lagen unausgesetzt Schnee fiel (im Schalb, und Großberg bis 2 M.). An vielen Orten gingen Lawinen nieder. Oberhalb "Rotfluoh" brach am Mittwoch. 7. ds. eine Lawine los. fegte einen Teil des Waldes fort. Auf der "Rotfluoh" wurden dabei in einem Hause die Fenster eingedrückt und mit Schnee angefüllt. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon. Die Lawine ging bis in die Wiesen, wo eine Scheune unter der Gewalt des Schnees von der Stelle gerückt wurde. Immerhin kam der Eigentümer nicht zu Schaden, da die mitgebrachten Stämme neben dessen Scheune liegen blieben. Man berechnet den angerichteten schaden auf Fr. 1000.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Glis
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Glis (Glis) Koordinaten: 641127/641127[OuF]
Original (detailiert):id: [8929] Walliser Bote
Datum: 1920-01-14
Quellentext:
[WB 17.1.1920; Nr. 5]:
Zur letzten Wetterkatastrophe.
[...]
Glis. Der Sturm vom 14. ds. setzte hier mit einer solchen Gewalt ein, daß er in der schönen Pappel-Allee von Brig-GIis einige Bäume niederschlug.
Original:
[WB 17.1.1920; Nr. 5]:Zur letzten Wetterkatastrophe.
Lötschental. Gott sei Dank haben auch die Lötschentaler die Schnee- und Wasserbelastung mit der Hilfe Gottes glücklich bestanden. Man berichtet uns:
Angst zu haben war schon. In Goppenstein ist das Bett der Lonza stundenlang trocken geblieben, bis die Lonza wieder durchbrach, viel Holz mitführend. Im Tale selbst sind einige erdige Lawinenzüge, die offenbar im Frühjahr große Räumungsarbeiten heischen. Auch drei Scheunen wurden weggefegt, teilweise noch mit Heuvorräten. Mau hört schon seltener mehr klagen: „Es gibt keinen rechten Winter mehr uud keinen rechten Sommer." Beides ist wieder da. Die Firne wachsen, die GIetscher rücken vor, die Lawinen gehen Wege, die sie seit Menschengedenken nie mehr betreten. Darum sollte man auch vorsichtiger und frömmer werden.
Vom Simplon-Hospiz. Es wird uns gemeldet: Seit Mitte Oktober haben wir beständig [...] Wetter. Letzter Tage fielen 2 M. Neuschnee. Der Schlittenverkehr
ist für mehrere Tage unmöglich. Die Briefpost wird durch die Straßenwärter befördert.
Saastal. Von Saas kommt die erfreuliche Meldung daß alle Lawinenfälle, ohne weiteres Unglück zu schaffen, sich vollzogen.
Täsch. Der Neuschnee erreichte hier die Höhe von über 2 Meter. Alle Lawinen sind gebrochen und zu Tale gestürzt und haben großen Schaden angerichtet, am meisten die große Lawine im Täschwang.
Diese nahm nicht ihren gewohnten Lauf, sondern ergoß sich oberhalb der sog. "Metjen" in den prachtvollen Tannenwald, den sie von oben bis unten niederschlug. Tausende von Stämmen sind zerschlagen und liegen im Tal. Acht Scheunen und Ställe mit viel Heuvorräten wurden ebendaselbst untergemacht und 18 Schafe erstickt. Der Schaden ist auf 30,000 Fr. zu berechnen.
Randa. Hoch ob der Wildi brach eine große Lawine, die glücklicherweise ob dem Dörfchen fast im rechten Winkel ihre eingeschlagene Bahn änderte und sich gegen die Säge wendete. Diese und einige Scheunen und Ställe wurden zerstört.
Eisten. (Korr.) Seit genau 8 Tagen herrscht das peinlichste Wetter. Schnee, Regen, Gugsa, Wind alles wild durcheinander. In all diesen Tagen waren wir und mit uns das ganze Saastal von jeglichem Postverkehr, auch Briefpost völlig abgeschnitten. Auch das Telephon ist beständig unterbrochen. Schnee ist im Tale zwar verhältnismäßig wenig, in den Bergen müssen aber große Massen liegen, denn die Lawinen in den Gräben sind ungeheuer. wie noch nie. Um die Straße zu öffnen, gedenkt man gleich Tunnels zu bohren. Man berechnet, daß dies nur die Gemeinde Eisten gegen 1500 Fr. kosten werde. Gott sei Dank sind wir bis jetzt von weiterm Unglück verschont geblieben. Skier, die aus Saas kamen, meldeten, daß auch da kein Unglück zu verzeichnen sei.
Törbel. Die Gemeindestraße zwischen Stalden und Törbel wurde verschüttet. In den Voralpen haben die Aelpler wegen des letzten großen Schneefalles die größte Mühe, das Umzügeln mit dem Vieh zu bewerkstelligen.
Glis. Der Sturm vom 14. ds. setzte hier mit einer solchen Gewalt ein, daß er in der schönen Pappel-Allee von Brig-GIis einige Bäume niederschlug.
St. German. (Korr.) Durch die furchbaren Detonationen der schweren Sprengminen am Lötschberg sind die Felsen oberhalb St. German teilweise zerrissen worden und wie vor Jahren, zur Zeit des Bahnbaues,so sind auch jetzt wieder, durch langanhaltendes Regenwetter begünstigt große Felsmassen ins Rutschen gekommen. Um 1 1/2 Uhr nachmittags löste sich ein schwcrer Felsblock los, riß einen schönen Wald nieder, verwüstete mehrere Wiesen und Weinberge, tötete mehrere Schafe und bedrohte das dorf selbst, da Steine von 2 bis 5 Kubikmeter bis an das Waschhaus kamen und teilweise demolierten. An einer zweiten Stelle, gerade über dem Dorfe, bemerkt man meterbreite und sehr tiefe Schründe und die Bewohner fürchten noch schwerern schaden. (Korr. v. 13. ds.) A. H.
Saas-Fee. Trotz reichlichem Schnee ist hier die ganze Sturmperiode ohne Unglück verlaufen.
Embd. (Korr. v. 12. ds.) In Embd hat es Dienstag stark geregnet, während in den höhern Lagen unausgesetzt Schnee fiel (im Schalb, und Großberg bis 2 M.). An vielen Orten gingen Lawinen nieder. Oberhalb "Rotfluoh" brach am Mittwoch. 7. ds. eine Lawine los. fegte einen Teil des Waldes fort. Auf der "Rotfluoh" wurden dabei in einem Hause die Fenster eingedrückt und mit Schnee angefüllt. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon. Die Lawine ging bis in die Wiesen, wo eine Scheune unter der Gewalt des Schnees von der Stelle gerückt wurde. Immerhin kam der Eigentümer nicht zu Schaden, da die mitgebrachten Stämme neben dessen Scheune liegen blieben. Man berechnet den angerichteten schaden auf Fr. 1000.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurname (Gemeinde):
Glis (Glis) Koordinaten: 641127/641127
Original (detailiert):id: [8929] Walliser Bote
KE ID: 4698
Datum: 1920-01-21
Quellentext:
[WB 28.1.1920; Nr. 8]:
Ems. (Korr.) Am letzten Mittwoch abends herrschte hier ein fürchterlicher Sturm, der in Oberems 3 Dächer herunter schlug und einen Stadel umwarf.
Ergisch. (Korr.) Ein gewaltiger Sturm, zog am 21. ds. über unser Dorf, er war so heftig, daß er mehrere größere Nußbäume entwurzelte. Ein Dach, dessen Dachrafen mit starken Eisennägeln befestigt waren, wurde aufgehoben und heruntergestürzt.
Grächen. (Korr.) Am 21. ds. stürmte es hier so sehr, daß ein Stadel und ein Holzschuppen umgeworfen, sowie das Dach eines im Freien errichteten Backofens weggerissen wurde.
Ems. (Korr.) Am letzten Mittwoch abends herrschte hier ein fürchterlicher Sturm, der in Oberems 3 Dächer herunter schlug und einen Stadel umwarf.
Ergisch. (Korr.) Ein gewaltiger Sturm, zog am 21. ds. über unser Dorf, er war so heftig, daß er mehrere größere Nußbäume entwurzelte. Ein Dach, dessen Dachrafen mit starken Eisennägeln befestigt waren, wurde aufgehoben und heruntergestürzt.
Grächen. (Korr.) Am 21. ds. stürmte es hier so sehr, daß ein Stadel und ein Holzschuppen umgeworfen, sowie das Dach eines im Freien errichteten Backofens weggerissen wurde.
(Q: Walliser Bote)
Ortsbetreff: Ems, Grächen, Ergisch
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurnamen (Gemeinde):
Oberems (Oberems) Koordinaten: 619677/619677[OuF]
Grächen (Grächen) Koordinaten: 630864/630864[OuF]
Ergisch (Ergisch) Koordinaten: 621218/621218[OuF]
Original (detailiert):id: [8932] Walliser Bote
Datum: 1920-01-21
Quellentext:
[WB 28.1.1920; Nr. 8]:
Ems. (Korr.) Am letzten Mittwoch abends herrschte hier ein fürchterlicher Sturm, der in Oberems 3 Dächer herunter schlug und einen Stadel umwarf.
Ergisch. (Korr.) Ein gewaltiger Sturm, zog am 21. ds. über unser Dorf, er war so heftig, daß er mehrere größere Nußbäume entwurzelte. Ein Dach, dessen Dachrafen mit starken Eisennägeln befestigt waren, wurde aufgehoben und heruntergestürzt.
Grächen. (Korr.) Am 21. ds. stürmte es hier so sehr, daß ein Stadel und ein Holzschuppen umgeworfen, sowie das Dach eines im Freien errichteten Backofens weggerissen wurde.
Original:
[WB 28.1.1920; Nr. 8]:Ems. (Korr.) Am letzten Mittwoch abends herrschte hier ein fürchterlicher Sturm, der in Oberems 3 Dächer herunter schlug und einen Stadel umwarf.
Ergisch. (Korr.) Ein gewaltiger Sturm, zog am 21. ds. über unser Dorf, er war so heftig, daß er mehrere größere Nußbäume entwurzelte. Ein Dach, dessen Dachrafen mit starken Eisennägeln befestigt waren, wurde aufgehoben und heruntergestürzt.
Grächen. (Korr.) Am 21. ds. stürmte es hier so sehr, daß ein Stadel und ein Holzschuppen umgeworfen, sowie das Dach eines im Freien errichteten Backofens weggerissen wurde.
(Q: Walliser Bote)
Sachbetreff: Sturm
Jahreszeit: Winter
Kategorie:
Wind ⇒ Sturm
Flurnamen (Gemeinde):
Oberems (Oberems) Koordinaten: 619677/619677
Grächen (Grächen) Koordinaten: 630864/630864
Ergisch (Ergisch) Koordinaten: 621218/621218
Original (detailiert):id: [8932] Walliser Bote