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Eintrag

Zeremonien => Feuer (gegen)


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ID: 3028
Datum: 0000/00/00
Quellentext: (Anderegg 1976, S. 164): "Mitten im Dorfe Ernen entstand einest ein fürchterlicher Brand. Mitten unter anderen Häusern brannte ein Haus lichterloh und schon begann das verheerende Element seine vernichtende Arbeit an den daneben gebauten Häusern. Man schrie nach Wasser, aber es herrschte eine so furchtbare Kälte, dass der Dorfbach abgefroren war und selbst die Dorfbrunnen vereist waren. Das schöne Dorf schien gänzlich dem Feuer preisgegeben und machtlos standen die Bewohner dem entfesselnden Element gegenüber. Man wusste sich weder zu raten noch zu helfen. In dieser äussersten Not fiel alles auf die Knie und flehte insbrünstig um Rettung des geliebten Heimatdorfes. Da sah man auf einem der zunächst am Feuerherd gelegenen Häuser eine Frau stehen, die mit ihrer leinenen Schürze dem Feuer wehrte und es am Weitergreifen zu verhindern schien. In der Tat liess auch das Feuer allmählich nach und erlosch von selbst an den schon angebrannten Wänden der umstehenden Häuser. Das Haus, welches zuerst gebrannt hatte, brannte nieder bis auf den Grund inmitten der andern, ganz nahe gebauten Häuser, die gänzlich verschont blieben. Aus Dank für diese ausserordentliche Hilfe beschloss nun die Gemeinde alljährlich am Feste der hl. Agatha ein Lobamt halten zu lassen, was fürderhin stets geschah." Walliser Sagen, Bd. 1, 75f.
Ortsbetreff: Ernen
Sachbetreff: Bittgänge bei Feuer
Kategorien:
ZeremonienFeuer (gegen)
Quelle: [1979ANDEREGG ] - Durch der Heiligen Gnad und Hilf. Wallfahrt, Wallfahrtskapellen und Exvotos in den Oberwalliser Bezirken Goms und Östlich-Raron → Anderegg Klaus: Durch der Heiligen Gnad und Hilf. Wallfahrt, Wallfahrtskapellen und Exvotos in den Oberwalliser Bezirken Goms und Östlich-Raron. Basel 1979.

ID: 3029
Datum: 1645/08/02
Quellentext: (Anderegg 1979, S. 164): "Sorgenvolle Stunden erlebte Bister am 2. August 1645, als durch Unfleiss und Unbehutsamkeit des Christen Brindlen von Brigerberg im Tunetschwald beidseitig des Gifrischgrabens ein gewaltiger Brand ausbrach. In kurzer Zeit war der Wald vernichtet. 'Und wegen der kalten und dirren Luft und den schweichenden Winden' stand binnen einer Viertel Stunde auch der ganze Gornerwald 'in glichförmiger und schröcklicher Brunnst'. Der Bannwald, der Bister vor der Lawinengefahr schützte, schwebte in grösster Gefahr und die Bewohenr wussten, dass sie ausziehen müssten, falls dieser Wald vernichtet würde. Die Männer auf der Brandstätte jedoch erklärten, hier seien sie machtlos, nur mehr der allmächtige Gott könne helfen. So machten sie das feierliche Gelöbnis, zum Lob und der Verherrlichung Gottes den Tag der hl. Mutter Anna den St6. Agathatag 'von jetz an zuo ewiger Zeit zuo halte ingstalt und form glich wie ein Feiertag, ja wie den heiligen Sonntag'. Diese zwei Tage sollten geheiligt werden und dürften nicht entehrt werden 'mit Krisenlesen [Kirschen], noch mit Fich [Vieh] firerfahren'. Keiner solle an diesem Tag den Berg verlassen und auswärts auf Arbeit gehen. Auch daheim dürfe keiner 'noch usswendig noch inwendig den Thiren [Türen]' eine Arbeit verrichten. Wer dieses Gelöbnis breche oder im Gottesdienst leichtsinnig sei, solle zur Busse an die Gemeinde ein Lagel Wein spenden und der Kapelle zwei Kerzen. Die Gewaltshaber sollten stets über der Beobachtung dieses Gelübdes wachen und darüber eine Schrift anfertigen lassen." In: Burgerarchiv Bister B 3, Zit.: Arnold, Östlich-Raron, 152.
Ortsbetreff: Bister
Sachbetreff: Bittgänge bei Feuer
Kategorien:
ZeremonienFeuer (gegen)
Quelle: [1979ANDEREGG ] - Durch der Heiligen Gnad und Hilf. Wallfahrt, Wallfahrtskapellen und Exvotos in den Oberwalliser Bezirken Goms und Östlich-Raron → Anderegg Klaus: Durch der Heiligen Gnad und Hilf. Wallfahrt, Wallfahrtskapellen und Exvotos in den Oberwalliser Bezirken Goms und Östlich-Raron. Basel 1979.

ID: 9231
Datum: 1645/08/02
Quellentext: [S. 152]: Sorgenvolle Stunden erlebte Bister am 2. August 1645, als "durch Unfleiss und Unbehutsamkeit des Christen Brindlen von Brigerberg" im Tunetschwald beidseitig des Gifrischgrabens ein gewaltiger Brand ausbrach. In kurzer Zeit war der Wald vernichtet. "Und wegen der kalten und dirren Luft und den schweichenden Winden" standen binnen einer Viertel Stunde auch der ganze Gornerwald "in glichförmiger und schröcklicher Brunnst". Der Bannwald, der Bister vor der Lawinengefahr schützte, schwebte in grösster Gefahr und die Bewohner wussten, dass sie ausziehen müssten, falls dieser Wald vernichtet würde. Die Männer auf der Brandstätte jedoch erklärten, hier seien sie machtlos, nur mehr der allmächtige Gott könne helfen. So machten sie das feierliche Gelöbnis, zum Lob und der Verherrlichung Gottes den Tag der hl. Mutter Anna und den St. Agathatag "von jetz an zuo ewiger Zeit zuo halten ingestalt und form glich wie ein Feiertag, ja wie den heiligen Sonntag". Diese zwei Tage sollten geheiligt werden und dürfen nicht entehrt werden "mit Krisenlesen, noch mit Fich (Vieh) firerfaren". Keiner solle an diesem Tage den Berg verlassen und auswärts auf Arbeit gehen. Auch daheim dürfe keiner "noch usswendig noch inwendig den Thiren" (Türen) eine Arbeit verrichten. Wer dieses Gelöbnis bricht oder im Gottesdienst leichtsinnig sei, solle zur Busse an die Gemeinde ein Lagel Wein spenden und der Kapelle zwei Kerzen. die Gewalthaber sollten stets über der Beobachtung dieses Gelübdes wachen und darüber eine Schrift anfertigen lassen. [Original: Burgerarchiv Bister, B.3 Originalperg. v. Notar Sebastian Eyster]
Ortsbetreff: Bister
Sachbetreff: Waldbrand, Gelübde
Kategorien:
NaturkatastropheFeuer
ZeremonienFeuer (gegen)
DB Naturgefahren:
Klimaereignis [ID 4983]
Quelle: [1961ArnoldLicht ] - Licht und Schatten in den 10 Gemeinden von Östlich Raron → Arnold Peter, Licht und Schatten in den 10 Gemeinden von Östlich Raron, Mörel 1961

ID: 3233
Datum: 1691/00/00
Quellentext: [p. 20]: Anno 1691 war gefolgt reverendus Ignatius Grandt von Leick, welcher von hier ist in den Jesuiter Orden getredten. Diser hat im Egger Walt das Feür gebandet. s. auch WJb 17 (1948), S. 51
Bild: MICHEL020
Ortsbetreff: Goms
Kategorien:
NaturkatastropheFeuer
ZeremonienFeuer (gegen)
DB Naturgefahren:
Klimaereignis [ID 2027]
Quelle: [1808Verz ] - Michel-Chronik → PA Ernen, L 68: Michel-Chronik

ID: 3030
Datum: 1815/06/00 ⏤ 1816/02/05
Quellentext: (Anderegg 1979, S. 164 / 165): "Auch das Dorf Ulrichen hatte sich über wiederholte Feuersbrünste zu beklagen. Die letzte geschah im Juni 1815, gerade am Vortag der Alpfahrt. Dreizehn Firsten wurden / zerstört. Der Schreck darüber wirkte so nachhaltig, dass Manche lange Zeit danach überall Feuer zu sehen glaubten, und eine zweite, noch ärgere Feuersbrunst ahnten. Endlich nahm das in furcht gesetzte Volk seine Zuflucht zu Gott vermittelst der Schutzpatrone, die es in der Kapelle verehrte. Demnach wurd am 5. Februar 1816, am Fest der hl. Agatha eine Bitt- und Bussprozession veranstaltet, wobei die Statuen der schmerzhaften Gottesmutter Maria sowie der hh. Nikolaus und Ulrich von den Altären herabgenommen, und unter lautem Gebet durch die Strassen von Ulrichen getragen wurden. Und seht! seit jener Zeit blieb das Dorf vom Feuer glücklich verschont." In: Amherd, Ulrichen, 190.
Kalender: n. St.
Ortsbetreff: Ulrichen
Sachbetreff: Bittgänge bei Feuer
Kategorien:
ZeremonienFeuer (gegen)
Quelle: [1979ANDEREGG ] - Durch der Heiligen Gnad und Hilf. Wallfahrt, Wallfahrtskapellen und Exvotos in den Oberwalliser Bezirken Goms und Östlich-Raron → Anderegg Klaus: Durch der Heiligen Gnad und Hilf. Wallfahrt, Wallfahrtskapellen und Exvotos in den Oberwalliser Bezirken Goms und Östlich-Raron. Basel 1979.

ID: 1514
Datum: 1815/06/00
Quellentext: Ulrichen. Feuersbrunst. 1815 [im Juni], am Vortag der Alpfahrt brannten dreizehn Firsten ab. Zur Abwendung eines ähnlichen Unglücks wurde am 5. Febr. (St. Agatha) 1816 eine feierliche Bitt- und Buss-Procession abgehalten. (P. Amh. 190).
Kalender: n. St.
Ortsbetreff: Ulrichen
Sachbetreff: Feuersbrunst
Kategorien:
NaturkatastropheFeuer
NaturkatastropheSchaden
ZeremonienFeuer (gegen)
DB Naturgefahren:
Klimaereignis [ID 1987]
Quelle: [GomsJOLLER ] - Goms: Collectaneen von Pfarrer Joller → AGVO Brig, J 2: Collectaneen Pfarrer Joller: Goms